Sonntag Judika - Gruß an die Gemeinde | 

Liebe Gemeinde,

wegen der Corona-Pandemie und abgesagter Gottesdienste (auf Grund des Erlasses der Bundesregierung) habe  ich  

zum Sonntag Judika, den 29. März 2020,  ein Video für Sie / euch aufgenommen.

Zum Video hier  klicken. Die Downloaddauer richtet sich nach der jewiligen Internetgeschwindigkeit. Das Video ist bis Donnerstag, 02.04.20 abrufbar.

Herbert Schott im Auftrag von

Coronavirus | 

Alle Kreise, Gottesdienste und Veranstaltungen fallen in den kommenden Wochen aus!

Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen informiert auf ihrer Webseite über weitere Maßnahmen, Angebote und Links zu Online-Gottediensten.

 Spezielle Online-Angebote:

Livestream-Seite der Landeskirche: https://www.evlks.de/aktuelles/gottesdienst-im-live-stream/

Livestream-Gottesdienste der Ev.-Luth. Landeskirche: https://www.youtube.com/watch?v=-2WdYPVSQ80&feature=youtu.be

Livestream-Gottesdienste beim ERF:     www.erf.de - unter "Gottesdienste"

Online-Kindergottesdienste:

https://m.youtube.com/channel/UCsnIncp_DV3YPMkif-4Npgg?view_as=subscriber

Instagram Seite: "online kindergottesdienst" 

Impuls  | 

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.

Psalm 50,15 

Liebe Gemeinde 

In den letzten Tagen ist die „Not“ der Corona-Pandemie und die Dramatik ihrer tatsächlichen wie noch möglichen Auswirkungen innerhalb kurzer Zeit immer stärker zutage getreten. Weltweit und hier bei uns haben Menschen Angst, fühlen sich verunsichert und bedroht. Die Gefahr ist real, aber nicht abschätzbar. Die Infektionswege kennen wir nicht. Wirkliche Hilfen – Medikamente, Impfstoffe und Heilungsmethoden – gibt es noch nicht. Nur die Möglichkeit, durch strikte Einhaltung hygienischer Regeln die Ausbreitung zu verlangsamen.

Das oben zitierte Psalmwort nimmt auf die Not des Volkes Israel Bezug. In der Regel beten ja die Psalmisten zu Gott, reden ihn an mit Dank und Lob, Bitte und Klage. Asaf, der Beter des 50. Psalms, tritt jedoch eher prophetisch als Sprachrohr Gottes auf. Der Herr redet durch ihn. Hier spricht Gott selbst. Und für uns wie für Israel in alter Zeit ist Hören angesagt. Im Psalm kritisiert Gott sein Volk. Offenbar hatten die Israeliten ihr Vertrauen auf IHN durch das Vertrauen auf den Tempel und ihre Gottesdienste ersetzt. Sie lebten nach ihren Vorstellungen von Glauben und „Kirche“ und begnügten sich mit korrekten Überzeugungen. Sie besuchen zwar ihre Gottesdienste, suchten aber nicht mehr Gott, verließen sich auf sich selbst, statt ihm zu vertrauen. Doch diese fragliche Glaubens- und Lebenspraxis half ihnen nicht angesichts der Bedrohungen, denen sie ausgesetzt waren.

Teil der konstruktiven Kritik Gottes ist nun aber auch ein Aufruf, der zugleich die Einladung ausspricht, ihn anzurufen und damit wieder in Kontakt mit ihm zu treten.

Vielleich geht es Ihnen auch wie mir: Oft erinnere ich mich erst in der Krise an Gottes Macht und bitte um Hilfe. „Not lehrt beten“ – Diese Erfahrung kann ich bestätigen. Wenn die Dinge gut laufen und meine Vorhaben gelingen, schreibe ich Erfolg und Gelingen oft mir selber zu und meine, ihn nicht zu brauchen.

Wie wohltuend, dass Gott nicht beleidigt ist, weil wir ihn nicht zweckfrei aufgesucht haben, sondern erst wegen eines Problems zu ihm kommen. Nein, er freut sich, wenn wir uns in der Notlage an ihn erinnern und ihn anrufen. 

Wie die Blinden und Aussätzigen Jesus in ihrer Not angerufen haben, dürfen auch wir ihn bitten: „Kyrie eleison!“, „Herr,… erbarme dich über uns!“(Mt 20,30; Lk 17,13). Angesichts unserer aktuellen Not dürfen wir rufen:  Herr, hilf uns und bewirke, dass die Corona-Epidemie bald aufhört, dass diese Viren die ansteckende Wirkung und ihre zerstörerische Kraft verlieren. Bitte erhalte uns und unseren Mitmenschen Gesundheit und Leben, bewahre uns vor Krankheit und Gefahr. Gib, dass materielle Verluste sich in Grenzen halten und wir bald zur Normalität zurückkehren können. 

Indem wir ihn in der Not anrufen, gestehen wir aber auch unsere Hilfsbedürftigkeit ein. Die augenblickliche Krise erinnert an unsere Grenzen. Trotz aller möglichen Maßnahmen haben wir die Lage nicht unter Kontrolle. Er schon. Das gestehen wir ein, wenn wir ihn in der Not anrufen: Herr, wir sind auf deine Hilfe angewiesen. Auch jetzt sind wir in deiner Hand. Nichts kann uns von dir und deiner Liebe trennen. Das bekennen wir. Darauf vertrauen wir. In deine Hände begeben wir uns.

 Die Passionszeit erinnert uns gerade auch angesichts der aktuellen Krise an ein Zweifaches: Zum einen daran, dass wir Menschen durch einen noch weit gefährlicheren Erreger bedroht sind. „Sünde“ nennt die Bibel dieses tödliche Virus, jene Macht, die uns zwingt, Gott zu misstrauen, andere Menschen und uns selbst zu zerstören, obwohl wir das vielleicht gar nicht wollen. 

Zugleich erinnert die Passionszeit auch daran, dass Gott uns längst einen Weg zur Heilung, Rettung und Hilfe eröffnet hat. Jesus ist dieser Weg: Er hat sich vom „Virus“ der Sünde freiwillig infizieren lassen, damit wir daran nicht zugrunde gehen. Sein stellvertretendes Sterben bringt uns bleibendes Leben, weil Gott ihn vom Tod erweckte. Jesus ist auch die Erhörung der Gebete vieler Israeliten, die Gott in der Not ihrer Entfremdung angerufen haben. 

Wer auf ihn – den auferstandenen Gekreuzigten - schaut, gewinnt das Vertrauen, dass er gerettet ist, dass ihm persönlich vergeben wurde. Dass Gott ihn von den Konsequenzen der Sünde befreit hat. Zu den Folgen der Sünde gehört auch der Tod und die Angst davor. Und gerade von diesen Folgen hat Jesus durch seinen Opfertod am Kreuz befreit. Viele Menschen haben jetzt Angst vor den tödlichen Folgen des Corona-Virus. – Im Hebräerbrief wird gesagt, dass Jesus die erlöst hat, die aus Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten (Hebr 2,15).

Das geschenkte Vertrauen zu Jesus, die Zuversicht, vom Vater angenommen zu sein, zur Familie Gottes zu gehören und ewiges Leben zu haben, macht uns als Christen nicht immun gegen die Corona-Epidemie, kann aber unsere Angst überwinden und Geborgenheit vermitteln. Der Glaube schließt die Gewissheit ein, dass uns nichts und niemand mehr von der Liebe Gottes trennen kann, nicht einmal der Tod. Lasst uns Jesus als Retter anrufen. Er befreit von Todesfurcht und erfüllt uns mit Hoffnung auf Zukunft.

Möglicherweise birgt die Corona-Krise in sich auch die Chance, uns auf Wesentliches zu besinnen. Durch Schul- und Arbeitsausfall entstandene Freiräume könnten genutzt werden, mit Gott zu reden, in der Stille auf ihn zu hören, seine Worte auf uns wirken zu lassen, im Dialog mit ihm über uns selbst und unseren Weg, über eine Neusetzung der Schwerpunkte, Wichtiges und Nichtiges nachzudenken und das Erkannte umzusetzen.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“(Mt 18,20) - In der aktuellen Lage gewinnt diese Verheißung Jesu nochmals eine tiefere Bedeutung. Sie kann motivieren, ihn in Familien und Kleinstgruppen anzurufen, z.B. an den Sonntagen zu den sonst üblichen Gottesdienstzeiten, auch untereinander Verbindung zu halten durch Briefe, E-Mails, SMS´ WhatsApps, auch einander anzurufen. Sie kann Kreativität freisetzen, neue Gestalten von Gemeinschaft und Unterstützung und moderne Kommunikationswege für die beste Botschaft der Welt zu suchen.

Mit der Aufforderung, ihn in der Not anzurufen, verfolgt Gott das Ziel, uns wieder in unsere Bestimmung zu führen: ihn zu preisen und in Übereinstimmung mit seinem Willen zu kommen.

Veranstaltungen, Gottesdienste und Abendmahlsfeiern abzusagen, ist etwas sehr Schmerzliches.

Mit der Umsetzung dieser Anordnung der Bundesregierung geben wir jedoch weder der Angst Raum, noch ist sie ein Zeichen für Unglauben hinsichtlich der bewahrenden Hand Gottes. Vielmehr drücken wir damit unseren Mitmenschen gegenüber aus: Ihr seid uns wichtig. Eure Gesundheit ist uns wichtig. Euer Leben ist uns wichtig. ER ist uns nahe, gerade jetzt, wenn wir Nähe dadurch zeigen, dass wir körperlich Abstand halten, um einander zu schützen. Deshalb wollen wir weiterhin mit unseren Entscheidungen in Abstimmung mit den verantwortlichen Stellen versuchen, Menschen gerecht zu werden und Leben zu bewahren. So ist es vielleicht nicht nur die Not, sondern die erfahrene Liebe Gottes, die einlädt, wieder mit ihm selbst Kontakt aufzunehmen und in der Begegnung mit ihm Gelassenheit, Geborgenheit und Freiheit von Furcht zu gewinnen.

 Bleiben Sie gesund, behütet und Gott befohlen.

Herzlich, Gottfried Wachsmuth, Pfarrer


 

Landessynodalwahl 2020 | Wahlergebnisse
Landessynodalwahl 2020

„Liebe Schwestern, liebe Brüder,

heute kann ich Ihnen das Ergebnis der Landessynodalwahl vom 08. März 2020 bekanntgeben:

WK 19 (Zwickau 1)                                                             WK 20 (Zwickau 2)

1. Laien

Abgegebene gültige Stimmen:

463                                                                                     634

Es erhielten an Stimmen:

Alscher, Thomas 161                                                           Dr. Berger, Hans-Reinhard 185

Heinrich, Jörg 77                                                                 Schulze, Jan 240

Körnich, Andreas 143                                                          Straube, Friedbert 209

Schlesiger, Andreas 82

2. Pfarrer/in

Abgegebene gültige Stimmen:

227                                                                                     330

Meyer, Anselm 84                                                                Knepper, Claudia 174

Pauli, Frank 143                                                                  Lange, Sören 156

18 Stimmzettel wurden für ungültig erklärt.

Damit sind Frank Pauli als Pfarrer sowie Thomas Alscher und Andreas Körnich als Laienvertreter unseres Kirchenbezirkes WK 19 (Zwickau 1) in die 28. Landessynode gewählt.

Damit sind Claudia Knepper als Pfarrerin sowie Jan Schulze und Friedbert Straube als Laienvertreter unseres Kirchenbezirkes WK 20 (Zwickau 2) in die 28. Landessynode gewählt…

Mit freundlichen Grüßen

gez. Rolf Schlagmann                                                         gez. Andreas Mühler

FireAbend in a Pub | 

Der Pub ist das ehemalige BHG-Gebäude beim früheren Bahnhof Oberhartmannsdorf,

direkt beim Ortsein- bzw. Ortsausgangsschild Bärenwalde / Hartmannsdorf

Nächster Termin:
FireAbend in a Pub am
Freitag, 08. Mai ?

 Abbildung

 

Weitere Einzelheiten und Kontakt über

Facebook.

 

 

 

 

 

Kirche Hartmannsdorf – Instandsetzungsarbeiten  | VORSICHT – VERBOT für Betreten von Gerüst

Während der zur Zeit laufenden Abbruch- und Bauarbeiten ist um die Kirche herum und auf dem Friedhof ERHÖHTE VORSICHT geboten. Unbefugten ist das Betreten des Gerüstes verboten. Für das Verständnis der Gemeindeglieder und Nutzer des Friedhofs danken wir.

Strukturwandel | 

Kichenbezirk Zwickau – Neue Regionen – Vereinigung der Kirchgemeinden Bärenwalde und Hartmannsdorf – Neues Schwesterkirchverhältnis – Verträge - Stand 

Der Vereinigungsvertrag über die beschlossene Vereinigung der Kirchgemeinden Bärenwalde und Hartmannsdorf zur “Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bärenwalde-Hartmannsdorf”  wie auch der  Schwesterkirchvertrag über das Schwesterkirchverhältnis der Ev.-Luth. Kirchgemeinden Kirchberg, Hirschfeld, Langenweißbach, Wilkau-Haßlau, St. Michaelis, Obercrinitz-Stangengrün-Wildenau und Bärenwalde-Hartmannsdorf liegen dem Regionalkirchenamt Chemnitz zur Genehmigung vor. Für den Vereinigungs- und den Schwesterkirchvertrag ist das Wirksamwerden zum 01.01.2021 vorgesehen und beantragt worden.

          Ihre Kirchenvorstände Bärenwalde und Hartmannsdorf

Reparatur am Bärenwalder Kirchturm | 

Am 1. April 2019, wurde bei idealem Frühlingswetter die Schieferdeckung des Kirchturmes kontrolliert und repariert, und das war kein Aprilscherz.

 Abbildung

AbbildungAbbildungAbbildungAbbildung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kirche Hartmannsdorf – Instandsetzung – Bauabschnitte - Förderung | 

1  Notsicherung, Voruntersuchungen, Instandsetzung abgeschlossen – Förderung durch die Deutschen Stiftung Denkmalschutz  ---  BEREITS FINANZIERT UND ABGESCHLOSSEN! 

Abbildung

 

2  Statisch-konstruktive Instandsetzung – Förderung durch Staatsministerium des Inneren / Landesamt für Denkmalpflege 

                         Abbildung

 

3  Instandsetzung Fassade und Dach – Förderung durch LEADER-Programm 

 Abbildung

4  Restaurierung  Kassettendecke, Kanzel, Emporenbrüstungen, Orgelprospekt, Försterloge, Wände, Bänken, Verkleidungen, Türen – Förderung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, unterstützt durch die Sparkasse Zwickau          Abbildung                                                                                                                                                

5 Restaurierung Peter-Breuer-Altar - Förderung durch die Dr.-Oetker-Stiftung 

  Abbildung


6 Sanierung Innenraum – Förderung durch Staatsministerium des Inneren / Landesamt für Denkmalpflege 

  Abbildung

Kirche Hartmannsdorf | Uhr und Glocken stillgelegt

Abbildung

 

Wegen Instandsetzungsarbeiten am Dachreiter können die Glockenmotoren sowie die Turmuhr der Hartmannsdorfer Kirche und damit die Glocken selbst zur Zeit nicht genutzt werden. Deshalb wird es für einige Zeit weder Geläut noch Stundenschlag geben können. Dafür bitten wir um Verständnis.


 Abbildung

 Fotos: K. Rettke

 

 

 

Pfarramt Bärenwalde | Öffnungszeiten
Öffnungszeiten Pfarramt Bärenwalde:
Di. bis Do. 08:00 bis 12:00 Uhr
Spechzeit Pfarrer Wachsmuth:

Do. 09:00 bis 11:00 Uhr
Pfarramt Bärenwalde Tel./Fax:
037462 3308

Pfr. Wachsmuth Tel./Fax:

037602 6068


 

 

 

 

 

Weitere Einzelheiten im Impressum

Pfarramt Hartmannsdorf | Öffnungszeiten

Öffnungszeiten Pfarramtskanzlei:

Di. 16:30 bis 17:30 Uhr

Mi. / Do. 09:00 bis 12:00 Uhr

Sprechzeit Pfarrer Wachsmuth:


dienstags 14:30 bis 16:30 Uhr
(und nach Vereinbarung)
Tel. 037602 6068

Junge Gemeinde | 

Hallo Mädels und Jungs der Altersgruppe 14 plus

Die Junge Gemeinde trifft sich regelmäßig jeden Sonnabend um 19 Uhr im Jugendraum neben dem Pfarrhaus in Bärenwalde.

Das Leitungsteam würde sich sehr freuen, wenn auch

Du und Du und Du ... kommen würdest.

Geschichte der Bärenwalder Kirche | 


Das weithin sichtbare Wahrzeichen Bärenwaldes ist seit dem Jahre 1733 die stattliche Kirche mit ihrem 1775 errichteten 90 Ellen (= etwa 50 Meter) hohen Turm. Sie ist eines der größten Gotteshäuser des Erzgebirges und ein Zeuge der ehemaligen Bedeutung des Dorfes im 18. Jahrhundert. Wann in Bärenwalde das erste Kirchlein erbaut wurde, wissen wir nicht, wohl aber, dass es zur Zeit der Reformation im Jahre 1529 bereits sehr baufällig befunden wurde und dass es an der gleichen Stelle stand wie die 1732/33 errichtete Kirche.

Um 1400 galt Bärenwalde schon als selbständige Kirchfahrt. Die alte Kirche war klein, eng und finster und bei einer Länge von 31 Ellen nur 11 ½ Ellen breit. Ihre Mauern waren zwar 3 Ellen stark, aber nicht massiv und innen mit Lehm ausgefüllt. Sie hatte einen mit Schindeln bedeckten Turm, und zwar nicht als Dachreiter, sondern wie die heutige Kirche, an der Westseite angebaut, in dem zwei Glocken hingen. Im Jahre 1727 stellte eine Baukommission in der einen Giebelseite einen großen Riss fest. Eine Ausbesserung und zugleich eine notwendige Erweiterung wurde aber nach eingeholten Gutachten und Kostenanschlag für zu kostspielig gefunden, so dass sich die Gemeinde für einen Neubau entschloss.

Bis Ostern 1731 wurden etwa 600 Gulden, etwa 1/3 des Kostenanschlages gespendet. Trotz der geringen Mittel ging der zum Baudirektor ernannte Pastor Andreas Reiche rüstig und unverdrossen an die Vorbereitungen und ließ während des Winters 1730/31 einen Teil des Bauholzes fällen und anfahren. Im Frühjahr 1731 wurde das alte Gotteshaus niedergelegt und einstweilen eine Notkirche an der unteren Ecke des Friedhofes auf dem Pfarrfeld errichtet.

Am 16. Juni 1732 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung "unten an der ersten Ecke" der neuen Kirche mit zwei zinnernen Tafeln im Namen der Dreieinigkeit nach dem Gesang des Liedes "Es wolle Gott uns gnädig sein …" und einer „Rede an das Volk“, die Pfarrer Heyden hielt. Auf der einen standen in lateinischer Sprache Namen der Gemeinde- und Kirchenvertreter, auf der anderen die Augsburgische Konfession. In den nächsten Tagen begann der Bau; im Herbst stand ein großer Teil des Mauerwerkes.

Den Altar baute um 1733 ein Schneeberger Tischler. Die Orgel wurde im Jahre 1798 eingebaut. Die Mauern umschließen eine Fläche von 650 Quadratmetern, ihr Raum kann 640 Besucher aufnehmen. Später wurden einige Bänke entfernt, die verbliebenen versetzt, um bequemer zu sitzen. Heute stehen ca. 470 Sitzplätze zur Verfügung.

Der Bau war am Tag der Weihe noch keineswegs vollendet. Es stand nur das Kirchhaus, das umrüstet war, da der Putz noch fehlte. Das Mauerwerk des Turmes ging nur langsam voran, da die Baumittel verbraucht waren. Im Jahre 1736 wurde er durch ein Notdach aus Schindeln abgedeckt. Die beiden Glocken aus der alten Kirche läuteten wieder. Das Kirchendach war mit Lößnitzer Schiefern eingedeckt, vielleicht als erstes Gebäude des Dorfes.

Die Gesamtkosten des bisherigen Baues betrugen, abgesehen von den auf 2.000 Gulden geschätzten freiwilligen Hand- und Spanndienst, 3.857 Gulden 5 Groschen 7 Pfennige. Der Kostenanschlag war also um mehr als das Doppelte überschritten. Die Tilgung der restlichen Schuld von 1.566 Gulden 18 Groschen 6 Pfennig kam infolge der schlimmen Zeit des Siebenjährigen Krieges erst 1773 zum endgültigen Abschluss.

Im April 1775 fingen die Zimmerleute an, den Turm anzubinden. Die Aufsicht über die Zimmerarbeiten führte Amtzimmermeister Hupffer aus Zwickau, aber die werktätige Ausführung lag in den Händen hiesiger Handwerksmeister. Von Mund zu Mund erbte sich eine Geschichte fort:

Zimmermeister Johann Christoph Möckel saß vor der Vollendung der letzten Arbeiten mit dem ebenso tüchtigen Stellmachermeister David Tröger um die Erntezeit an einem Feldrand, beide auf den unvollendeten Turm herabschauend. Sie waren vom Wiesenburger Amt als Bauinspektoren eingesetzt und beratschlagten über die Ausführung der so genannten Laterne und die Spitze des Turmes. Der Erzählung nach stellten sie sich aus Getreidehalmen ein Modell zusammen, konstruierten und bastelten und sahen, freudig aufspringend, im Geiste den zu vollendenden Turm vor sich.

Am 26. Juli wurde der Strauß aufgesetzt und am 6. November der Knopf mit der Fahne. Im Jahre 1863 wurden die beiden alten Glocken durch ein dreistimmiges, volltönendes Bronzegeläut ersetzt. Die Glocken mit dem Dreiklang e — gis — h wogen nahezu 30 Zentner und kosteten 1.425 Taler.

In der Sturmnacht zum 27. November 1870 stürzte die Turmspindel samt Knopf, Wetterfahne und Stern ab. Der Knopf und die 9 Ellen lange Spindel wurden neu erstellt, die Wetterfahne durch einen 5 Ellen langen Pfeil ersetzt, der dem Dorf mit seiner Spitze noch heute die Richtung des Windes anzeigt. Die erhalten gebliebene Wetterfahne ist im Turm zwischen den Türen zur 2. Empore angebracht.


Die bunten Fenster waren zum Teil aus Waplerschen Spenden angeschafft worden. Sie kosteten 1.400 Mark und wurden durch Pfarrer Georg Dittrich am Erntefest (3. Oktober 1909) geweiht.

Kurz vor Beendigung des ersten Weltkrieges (1917) fielen die beiden großen Glocken als sinnloses Kanonenfutter dem Kriege zum Opfer. Anklagend klangen die zertrümmernden Schläge schwerer Hämmer als Abschied vom Turme herab. Schon am 24. und 25. September 1921 fand die Weihe zweier neuer Bronzeglocken unter vollzähliger Beteiligung der Kirchgemeinde statt. Sie wurden Friedens- und Dulderglocke getauft und waren auf den alten Dreiklang abgestimmt. 1943 wurden sie wiederum Opfer des Krieges.



Am Erntefest, dem 12. September 1948, erfolgte die Weihe der drei neuen Stahlglocken durch Pfarrer Herbert Sicker. Sie war mit einer kirchenmusikalischen Feier verbunden. Das neue Geläut ist auf den Dreiklang f — as — b abgestimmt und in der Glockengießerei Morgenröthe gegossen worden. In der Glockengießerei Apolda wurde die kleine Glocke aus Bronze hergestellt und als Kinderglocke auf den Ton „des“ gegegossen. Finanziert wurde alles aus Spenden der Kirchgemeinde – einschließlich Stahlschrott, der an die Gießerei Morgenröthe geliefert wurde. Die alte kleine Bronzeglocke wurde als Altmetall nach Apolda gebracht.



Im Jahre 1929 wurde die 1.300 Quadratmeter große Außenfläche der Kirche mit einem Kostenaufwand von 9.100 Mark neu verputzt. Schwere Schäden wurden unserer Kirche und dem Friedhof in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges durch den Beschuss mit amerikanischen Granaten zugefügt. Außer den Fenstern litt vor allem das hohe Kirchendach, so dass in den nächsten Jahren die durchnässte Decke einzustürzen drohte. Im Jahre 1951 wurde die eine Dachhälfte durch die Opferbereitschaft der Gemeinde mit Schiefern eingedeckt, in den folgenden Jahren auch noch die andere Dachseite und der Turm. Aber der durch Granatbeschuss an der Westseite des Turmes verursachte Schandfleck mag noch spätere Zeiten an das sinnlose Zerstörungswerk und die Absicht der Amerikaner, unsere Kirche zu zerstören, erinnern. Der Schaden wurde 1997 beim neuen Außenputz des Turmes beseitigt.
 

Stadtrat Richard Dörfel, Kirchberg, der in Bärenwalde seine Jugend verlebt hatte, stiftete der Kirche eine Niederdruck-Dampfheizung. Sie wurde am 1. Weihnachtsfeiertag 1906 in Gebrauch genommen. Die Kirchgemeinde stellte die Nutznießung der Kesselanlage auch der Schule zur Verfügung.

In den 1960er Jahren wurde ein neues Heizhaus errichtet, da die gemeinsame Nutzung durch Kirche und Schule im sozialistischen Staat unmöglich wurde. Kurz nach der Wende wurde dann nach einer Havarie am kohlebeheizten Kessel ein moderner ölbeheizter Kessel eingebaut.


Ab 1997 liefen wieder größere Sanierungsarbeiten an der Kirche, deren Umfang mit ca. 5 Millionen DM veranschlagt wurde. Dazu waren wieder Spenden durch die Kirchgemeinde nötig, um auch Fördermittel zu erhalten. Auch durch die unentgeltliche Hilfe vieler Gemeindeglieder konnte viel erarbeitet werden. Einzelheiten über diese Bauabschnitte siehe weiter unten in "Aktuelles".

Quellen:

  • "Chronik des erzgebirgischen Dorfes Bärenwalde" von Martin Leistner
  • Eigene Aufschreibungen
  • Eigene Fotos
Die Orgel der Kirche Bärenwalde | 

200 Jahre Orgel Bärenwalde –

ein kleiner geschichtlicher Bericht

 

Abbildung

 Eine chronistische Rückverfolgung der Existenz von Bärenwalde reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, wobei das Dorf schon als Kirchdorf bezeichnete wird. Daß während dieser Zeit in den vorher bestehenden Kirchen Musik auf einem orgelähnlichen Instrument gemacht wurde, ist anzunehmen und lückenhaft in Chronik und Sächsischer Kirchgalerie aufgezeichnet.

Seit dem Jahre 1712, also noch in dem vorhergehenden Gotteshaus, bestand schon eine Orgel mit 9 Registern, Manual- und Pedalwerk mit etwa 550 Pfeifen. Dieses Werk wurde jedoch von der Gemeinde und vor allem von Fachleuten als "Schreier" bezeichnet und demzufolge als musikalisch und wirtschaftlich unzumutbar angesehen. Das beweisen die Reparaturen aus den Jahren 1743, 1771 und 1779. Zahlreiche Pfeifen sprachen nicht mehr an und reine Intonationen waren nicht mehr möglich. Da die Orgel mit der Zeit immer mehr "einging" und beim Gottesdienst fast gar nicht mehr zu gebrauchen war, entschloß man sich 1792, eine neue, der Größe des Gotteshauses angemessene Orgel anzuschaffen.

Christian Friedrich Poppe, Orgelbaumeister in Roda bei Gera erhielt den Auftrag, für rd. 1.300 Taler diese Orgel zu bauen, welche am Sonntag Invokavit 1798 mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht wurde. Die Predigt hielt Sup. Schlesier, dem es auch zu verdanken war, daß aus dem Kirchenärar 200 Gulden Beihilfe gewährt wurden. Das Instrument besaß mit 24 klingenden Stimmen (Register), 2 Manualen, 1 Pedalwerk, 127 Tasten und 2 Koppeln insgesamt 1.303 Pfeifen. Einbezogen sind die 90 (auch klingenden) Pfeifen des Prospektes. Das Gehäuse ist in Weiß und Gold gehalten. Der Klangumfang und die hervorragende Intonation in Verbindung mit der Akustik des rd. 3.000 m³ umfassenden Kircheninneren verleihen dieser Orgel das Prädikat "Meisterwerk" und den wohlverdienten Namen "Königin der Instrumente".

Im Jahre 1896, rd. 100 Jahre später, machte sich infolge Verschleiß und Alterung eine größere Reparatur notwendig, welche auch gleichzeitig zu kleineren Umbauten und Erweiterungen im Inneren genutzt wurde. Nunmehr besaß die Orgel 26 Register und 1.485 Pfeifen.

Wie viele Kantoren und Organisten die Orgel während dieser Zeit gespielt haben, ist nicht nachvollziehbar. Stellvertretend und ohne jede Wertung sei hier nur Kantor Dittrich genannt, welcher rd. 30 Jahre hier wirkte (1841 - 1870). Die Gemeinde hat ihm auf dem Friedhof ein bis heute erhaltenes Denkmal gesetzt. Er war ein Vorfahre unseres jetzigen Sup. Dittrich. Zur Zeit des Orgelbaues war Kantor und Kirchschullehrer Samuel Gotthold Winkler von 1779 bis 1805 tätig.

Allen anderen Organisten bis in die Neuzeit kann jedoch keinesfalls die Fähigkeit abgesprochen werden, die Orgel zum Lobe Gottes ertönen zu lassen. Ihnen allen gebührt der Dank der Gemeinde.

Wie in sehr vielen Dingen hat nur im 20. Jh. der verheerende 2. Weltkrieg seine Spuren an unserer Kirche und somit auch an unserer Orgel hinterlassen. Durch Granateinschläge im benachbarten Kirchenfeld sind gravierende Folgeschäden entstanden, wobei durch eindringendes Wasser und Nachkriegsgeldmangel die Orgel systematisch zerstört wurde. Der Holzwurm, begünstigt durch die oben genannten Einflüsse, hat ein übriges dazu getan. Anfänglich nahmen sich Herr Pfarrer Sicker und Herr Pfarrer Schubert, in der Hauptsache aber ab 1958 Pfarrer Schönfelder der labilen Orgel an. In Verbindung mit Fachleuten und vorrangig dem Orgelsachverständigen, Herrn Domorganist Günther Metz, hat sich der Kirchenvorstand zu einer Generalreparatur entschlossen.

Von jeher haben Geldknappheiten die größte Rolle gespielt, so auch höchstgradig in dieser Nachkriegszeit. Ein dicker Aktenordner bestätigt diese regelrechten Kämpfe. Die Orgelbaufirma Jehmlich, Dresden erhielt nun den Auftrag, diese Großreparatur auszuführen.

Bei der Demontage des alten Werkes traten bis dahin ungeahnte weitere Schäden auf, die auch die Einhaltung des Kostenangebotes vom 12.970 M in Frage stellten. Es erfolgt daraufhin ein weiteres Angebot von 21.549 M, welches jedoch infolge unvorhergesehener Arbeiten auch nicht gehalten werden konnte und die Endabrechnung sich auf 23.790,-M belief.

Die Orgel war aber damit noch nicht vollständig. Es fehlte im Pedalbereich noch der Fundamental-Kontrabaßton, das sogenannte Posaunenregister. Dieses wurde uns von der Patengemeinde Wehrstedt und einem ehemaligen Mitglied des Kirchenvorstandes, Herrn Johannes Brückner, Darmstadt auf unser Ersuchen freundlicherweise gespendet, so daß somit nur noch die Kosten von 1.085,- M für den Einbau blieben.

Erwähnenswert ist, daß die Balganlage, welche der Orgel die entsprechende Luft zuführt, um die Pfeifen zum Klingen zu bringen, noch die allererste aus dem Jahre 1798 und noch voll funktionsfähig war. Erst in den zwanziger Jahren wurde die bis dahin manuelle Betätigung, das Treten des Blasebalgs durch die Chorjungen, durch einen Elektromotor mit Gebläse ersetzt. Diese Anlage verleiht in Verbindung mit dem noch original erhaltenen Prospekt den denkmalgeschützen, unnachahmlichen Wert.

Die Orgel besitzt nun seit 1962  17 Register, 126 Tasten auf 2 Manualen und 1 Pedalwerk – insgesamt 1.061 Pfeifen – die größte 2,75 m, die kleinste nur 15 cm.

 Abbildung

Zusammengestellt von

Siegfried Tröger

 

 

 

 

 

Ergänzung 2004

Im Zuge der Sanierung des Dachstuhls auf der Nordseite im Jahr 2000 musste die Balganlage außer Betrieb gesetzt werden. Für die Zeit des Umbaus wurde die Orgel behelfsmäßig mit Luft versorgt. Der untere der 3 Bälge wurde neu mit Leder abgedichtet und ein neues Gebläse eingebaut, die Luftführung geändert. Jetzt wird die Luft aus dem Kircheninnenraum und nicht mehr wie früher aus dem Dachboden angesaugt. Auch wurden die beiden Bälge für manuelle Luftversorgung außer Betrieb gesetzt. Sie sind aber wegen der historischen Bedeutung nicht ausgebaut worden.

Abbildung Balganlage

 

 

 

 

 

 

Die Orgel bedarf dringend einer Reinigung, die aber erst nach der restlosen Fertigstellung der Innenrenovierung der Kirche erfolgen soll.

Altes & Neues | 

Altes (wieder entdecken) & Neues (dazu lernen)

Unter diesem Motto trifft sich unser Kreis 1-2 mal im Monat: Wenn Sie Lust haben, gemeinsam Neues zu entdecken und eigene Erfahrungen einzubringen, dann sind Sie bei uns richtig! Wir freuen uns an den natürlichen Dingen, die Gott uns  schenkt und stellen aus dem, was Garten und Küche bieten, Kräuteröl & Essig, Kräutersalz & Badesalz, Seife, Salbe, Marmelade, Sirup und vieles mehr her. Wir tauschen Rezepte und probieren sie natürlich auch aus! Sie werden staunen, was über viele dieser Dinge auch in der Bibel steht. Basteln und Deko stehen im Winter auch auf unserem Programm. Kommen Sie doch einfach mal mit – gemeinsam macht es mehr Spaß – wir freuen uns auf Sie.         Die Termine finden Sie im Kalender.

Annelie Oesterreich

Bärenwalde / Hartmannsdorf | Kirchenchor - Wir über uns

Kirchenchor Bärenwalde / Hartmannsdorf

Wir über uns

Durch Bestrebungen der Kirchenleitung im Jahre 1888 wurde im Mai 1889 in der Ephorie Zwickau ein Kirchenchor-Verband gegründet. In einem Schreiben vom April 1890 an den Bärenwalder Kirchenvorstand stand unter anderem folgendes:

 "Aus der Beantwortung eines Fragebogens, ..., haben wir ersehen, dass in Bärenwalde der Gemeindegesang zwar von Chorknaben geleitet wird, aber ein eigentlicher Kirchenchor noch nicht errichtet ist.

Wir richten darum an den geehrten Kirchenvorstand zu Bärenwalde das ergebenste Ersuchen, gefälligst dafür besorgt zu sein, dass ein Kirchenchor in der Gemeinde begründet werde ...".

Daraufhin wurde am 07. November 1890 vom Kirchenvorstand zu Bärenwalde die Satzung des "Kirchenchores zu Bärenwalde" unterzeichnet und damit der Chor gegründet. Die Mitglieder waren die schon erwähnten Chorknaben und 8 erwachsene Gemeindeglieder, insgesamt etwa 25 Personen.

Ob zu dieser Zeit auch in Hartmannsdorf ein Chor gegründet wurde, ist leider nicht bekannt. Vor dem 2. Weltkrieg hatte ein Kinderchor unter der Leitung des Lehrers Herr Schreiter (der leider nicht vom Krieg zurück kam) bestanden. Frau Toni Schulz übernahm den Chor ab 1943 und führte ihn bis 1965. Einige damalige Sängerinnen sind heute noch im Kirchenchor dabei. Von 1965 bis 2008 leitete Herr Gottwill Weidauer den Hartmannsdorfer Kirchenchor.

Der Bärenwalder Chor hat bis heute eine sehr wechselhafte Geschichte gehabt, mit Höhen und Tiefen. Aus dem Jahre 1924 ist bekannt, dass durch Kantor Kertscher der Kirchenchor neu gegründet wurde und vermutlich seit dem 1. Weltkrieg bis dahin ruhte, wahrscheinlich 9 Jahre.

Seit dem 2. Weltkrieg leitete Frau Hertha Fischer bis 1960 den Chor und die Kurrende. Diese Aufgabe übernahm dann Herr Siegfried Tröger, Malermeister in Bärenwalde und 1969 bis 1970 für ein Jahr Herr Hennoch Schürer, der später KMD in Stollberg wurde.

Im Jahre 1999 feierten wir 100 Jahre "Kirchenchor zu Bärenwalde" und 75 Jahre ununterbrochene Chor­arbeit. Zum Festgottesdienst am 27.06.1999 kamen unter Leitung von Herrn Siegfried Tröger u.a. der "100. Psalm" in einem 8-stimmigen Satz von Bartholdy; "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" aus der "Schöpfung" von Haydn und "Singet dem Herrn" Doppelchor von Joh. Pachelbel zu Gehör. Insgesamt wirkten 108 Sängerinnen und Sänger aus Bärenwalde und den umliegenden Kirchenchören mit, was für alle Beteiligten ein Höhepunkt in der Chorarbeit war.

Im Oktober 1999 hat Herr Tröger die Chorleitung aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen und Herr Herbert Schott hat diesen Dienst übernommen. Leider stehen wir seit dem Jahr 2003 wieder einmal in unserem Chor Problemen gegenüber: In unserer Kirchgemeinde gibt es kaum noch sangesfreudige und musikalische Männer, so dass wir (15 Frauen und 1 Mann) nur noch 3-stimmige Sätze zu Gehör bringen können. Wir lassen uns aber nicht entmutigen und üben wöchentlich - im Durchschnitt 45mal im Jahr und wirken auch etwa 15mal im Gottesdienst oder bei anderen Anlässen mit.

Nach Abschluss ihrer kirchenmusikalischen Ausbildung hat Frau Renate Wachsmuth im Juni 2004 die Chorleitung übernommen.

Seit dem 03.11.2008  haben sich die beiden Kirchenchöre der Schwesterkirchgemeinden Hartmannsdorf und Bärenwalde vereinigt, weil der bisherige Chorleiter von Hartmannsdorf,  Herr Weidauer aus gesundheitlichen Gründen den Dienst aufgeben musste. Die Übungsstunden finden weiterhin wöchentlich statt, vorübergehend im monatlichen Wechsel in beiden Gemeinden. Leider ist dadurch das Problem der fehlenden Männerstimmen auch nicht gelöst.

Im Sommer 2010 hat Frau Wachsmuth eine neue berufliche Tätigkeit am  Zwickauer Robert-Schumann-Konservatorium übernommen  und legte die Chorleitung nieder. Weil sich niemand anderes fand, hat Herr Schott die Chorleitung wieder übernommen. Die Übungsstunden finden weiterhin regelmäßig dienstags 20 Uhr in Bärenwalde statt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich doch wieder mehr Menschen, vor allem Männer, angesprochen fühlten, mit uns zusammen Gott zu loben und zu dienen.

Leider muss ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass seit dem Frühjahr 2015 in beiden Gemeinden der Kinderchor nicht mehr existiert, weil kaum noch Kinder zu den Übungsstunden kamen. Hier sind vor allem die Eltern gefragt, Musik in der Familie - und wenn es nur ein gemeinsam gesungenes Gutenachtlied ist - wäre da schon ein wichtiger Baustein. 

Ansprechpartner u. Chorleiter
Herbert Schott

Bärenwalde              Auerbacher Str. 79          08147 Crinitzberg

Tel.:037462 5102 

Die Internetseite unserer Kirchgemeinden

Wir, die Kirchvorsteher der Kirchgemeinden Hartmannsdorf-Giegengrün und Bärenwalde-Lichtenau gemeinsam mit Pfarrer Gottfried Wachsmuth, möchten Sie auf unseren Internetseiten herzlich willkommen heißen.

Was gibt es hier zu sehen?

In erster Linie möchten wir Sie mit allen aktuellen Informationen rund um Ereignisse versorgen, die in unseren Gemeinden stattfinden und für unsere Mitglieder und Gäste von Interesse sind (wie zum Beispiel dieser Artikel). Rechts daneben finden Sie das Schnellzugriffsmenü, mit dem Sie sich durch unser Angebot bewegen können. Ganz auf der rechten Seite finden Sie eine Kurzübersicht über die Veranstaltungen der laufenden Woche.

Die Bilderreihe am oberen Rand steht für Bibelworte, die die Inhalte des christlichen Glaubens versinnbildlichen sollen.

In der mittleren Zeile können Sie schnell zwischen den Schwestergemeinden wechseln, indem Sie einfach auf den entsprechenden Ortsnamen klicken. Gemeinde-spezifische Inhalte werden dadurch entsprechend angezeigt oder ausgeblendet.

Was wird in der Zukunft hinzukommen?

Wir möchten in loser Folge Andachten und Predigtmanuskripte hier veröffentlichen. Das erfordert einigen redaktionellen Aufwand, und natürlich sind wir für Mitwirkung jederzeit offen und dankbar. Besonders die Mitarbeiter und Verantwortlichen in den kirchlichen Kreisen können und sollten sich hier mit einbringen.

Wer ist für alles zuständig, wen kann ich ansprechen?

In erster Linie sind das die Kirchenvorstände beider Gemeinden und Pfarrer Gottfried Wachsmuth. Natürlich können Sie sich auch gern an die Kanzleien in Hartmannsdorf und Bärenwalde wenden. Wenn es technische Fragen oder Hinweise zur Gestaltung insgesamt gibt, sind Willy und Joachim Schott aus Bärenwalde für jede Kritik offen. Für inhaltliche Fragen und Hinweise zu bestimmten veröffentlichten Artikeln ist jeweils die Mailadresse des Verfassers angegeben. Bei Fragen, Änderungen oder Ergänzungen zu den einzelnen Terminen können Sie sich an Herbert Schott wenden.

Sehr herzlich grüßt Sie, auch im Namen der Kirchenvorsteher und Mitarbeiter, Ihr Pfarrer Gottfried Wachsmuth.