3. Advent um 17:oo Uhr - Adventsmusik in der Bärenwalder Kirche | 

Am 3. Advent um 17.oo Uhr soll wieder, wie alljährlich, Adventsmusik in
unserer Bärenwalder Kirche erklingen.
FireAbend in a Pub | 

Der Pub ist das ehemalige BHG-Gebäude beim früheren Bahnhof Oberhartmannsdorf,

direkt beim Ortsein- bzw. Ortsausgangsschild Bärenwalde / Hartmannsdorf

Nächster Termin:

Freitag, 14. Dezember ab 19 Uhr

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Weitere Einzelheiten und Kontakt über

Facebook.

 

 

 

 

 

Allianz-Gebetswoche 2019 | Themen und Orte

Herzliche Einladung zur Allianzgebetswoche 2019

          vom 14. bis 20. Januar 2019 zum Thema

          „Einheit leben lernen“(Epheser 4,1-7)

 

Montag, 14. Januar, 19.30 Uhr

Der Berufung würdig leben

Epheser 4,1 und Epheser 5,8-20

in der Evang. Freikirche/Brüdergemeinde

in Bärenwalde, Bergstraße

mit Pastor Lutz Brückner

 

Dienstag, 15. Januar, 19.30 Uhr

Demut, Sanftmut und Geduld einüben

Epheser 4,2 und Philipper 2,1-8

in der Landeskirchlichen Gemeinschaft

in Hartmannsdorf

mit Pfarrer Gottfried Wachsmuth

 

Mittwoch, 16. Januar, 19.30 Uhr

Einander in Liebe ertragen

Epheser 4,2 und Epheser 4,25-32

in der Evangelisch-Methodistischen Kapelle

in Hartmannsdorf

mit Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft

 

Donnerstag, 17. Januar, 19.30 Uhr

Die Einigkeit wahren

Apostelgeschichte 20,28-32

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche

in Bärenwalde

mit Prediger der Brüdergemeinde

 

Freitag, 18. Januar, 19.30 Uhr

Das Band des Friedens knüpfen 

Epheser 4,3 und Kolosser 3,15-17

in der Landeskirchlichen Gemeinschaft

in Hartmannsdorf

mit EC-Jugend

 

Sonntag, 20. Januar, 10.00 Uhr

Alles Gnade

Epheser 4,7 und 2,4-10

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche

in Bärenwalde

Pfarrer Gottfried Wachsmuth

STRUKTUR- und STELLENPLAN AB 2020 / 2021 | Neu zu bildende Regionen

GEMEINDEVERSAMMLUNG

Vereinigung der Ev.-Luth. Kirchgemeinden Hartmannsdorf und Bärenwalde - Schwesterkirchverhältnis innerhalb der neuen Region

 Über die Vereinigung unserer Kirchgemeinden, die Bildung eines regionalen Schwesterkirchverhältnisses und die damit verbundenen, vertraglich festzulegenden Veränderungen und Konstanten wollen die Kirchenvorstände Bärenwalde und Hartmannsdorf am Freitag, den 11. Januar 2019, 18.00 Uhr während einer Gemeindeversammlung in der Kirche Bärenwalde informieren und Gelegenheit zu Rückfragen geben. Dazu laden wir alle Gemeindeglieder der Ev.-Luth. Kirchgemeinden Hartmannsdorf und Bärenwalde sehr herzlich ein.

Termine Konfirmation und Jubelkonfirmation 2019 | 

Der Konfirmationsgottesdienst 2019 findet für die Konfirmanden beider Gemeinden am

Sonntag Kantate, 19. Mai um 13:30 Uhr

in der Kirche in Bärenwalde statt.

Die Gottesdienste zum Konfirmationsjubiläum finden für die Bärenwalder Jubilare am

Sonntag Jubilate,

12. Mai 2018 um 10 Uhr

und für die Hartmannsdorfer Jubilare am

Sonntag Trinitatis,

16. Juni 2018 um 10 Uhr

beide in der Bärenwalder Kirche statt!

Die Hartmannsdorfer Kirche wird wegen Bauarbeiten nicht benutzbar sein.


Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung | Förderung, Dank

Für alle bereitgestellten Förderbeträge für die Instandsetzung unserer  Kirche zu St. Johannis Enthauptung danken wir als Kirchgemeinde Hartmannsdorf sehr herzlich dem STAATSMINISTERIUM DES INNEREN bzw. dem LANDESAMT FÜR DENKMALPFLEGE, dem LANDKREIS ZWICKAU bzw. dem AMT FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG UND VERMESSUNG (Mittel aus LEADER-Programms), der OSTDEUTSCHEN SPARKASSENSTIFTUNG UND DER SPARKASSE ZWICKAU, der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ, der UNTEREN DENKALBEHÖRDE des Landkreises Zwickau, der RUDOLF-AUGUST OETKER-STIFTUNG für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege sowie dem Regionalkirchenamt Chemnitz der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Zu danken haben wir auch der Kommune, örtlichen wie regionalen Firmen und privaten Spendern. Ohne die gewährten großzügigen Förderbeträge und Spenden wär eine Instandsetzung unserer Kirche infolge des massiven Hausschwammbefalls nicht möglich.

Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung | 1. Bauabschnitt - Spenden

Spenden für den 1. Bauabschnitt der Instandsetzung der Kirche Hartmannsdorf können auf folgendes Spendenkonto überwiesen werden:

Empfänger:    Ev.-Luth. Kirchenbezirk Zwickau               

                      IBAN        DE39350601901665009056    

BIC        GENODED1DKD

                      Verwendungszweck:

Instandsetzung Kirche Hartmannsdorf - RT 3321

Darüber werden von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde zu St. Johannis Enthauptung Hartmannsdorf als Träger der Maßnahme Spendenquittungen ausgestellt.

Als Möglichkeit zur Unterstützung läuft von Seiten der Kirchgemeinde weiterhin die Aktion, für eine Spende von 10 Euro (neu!) als Dank  jeweils mit Zertifikat  einen nach altem Vorbild handgeschmiedeten Nagel zu überreichen, wie er auch bei der Erneuerung der Holzdecke unserer Kirche zum Einsatz kommen wird, und für eine Spende von 100 Euro, 70 Euro, 50 Euro oder 30 Euro eine Orgelpfeife der alten Orgel - je nach Pfeifengröße – ebenfalls mit Zertifikt.          

Ev.-Luth. Kirchenvorstand Hartmannsdorf

 

Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung | Innenrestaurierung

Restaurierung Peter-Breuer-Altar, Kassettendecke, Kanzel, Emporenbrüstungen, Orgelprospekt, Försterloge, Wände, Bänken, Verkleidungen, Türen – Förderung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, unterstützt durch die Sparkasse Zwickau

Die Restaurierung von Peter-Breuer-Altar, Kassettendecke, Kanzel, Emporenbrüstungen, Orgelprospekt, Försterloge, Wänden, Bänken, Verkleidungen und Türen wird von der  Ostdeutschen Sparkassenstiftung, unterstützt durch die Sparkasse Zwickau mit mehr als der Hälfte der zu erwartenden Gesamtkosten von 258.000 € gefördert. Der Förderbescheid liegt inzwischen vor. Evtl. übernimmt auch die  Dr.-Oetker-Stiftung einen Teil der Förderung. Beim verbleibenden Eigenanteil wird uns die Sächsische Landeskirche/das Regionalkirchenamt Chemnitz unterstützen.

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Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung | 

Förderung durch Staatsministerium des Inneren / Landesamt für Denkmalpflege

Die Gesamtkosten für die statisch-konstruktive Instandsetzung der Hartmannsdorfer Kirche belaufen sich auf 581.000 €. Das Staatsministerium des Inneren des Freistaates Sachsen (Landesamt für Denkmalpflege) fördert dieses Teilobjekt der Instandsetzung unserer Kirche mit einem Betrag von 342.000 € aus dem Sonderprogramm "Denkmalpflege".

Die nötigen Eigenmittel betragen 239.000 €, wovon die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens voraussichtlich 229.000 € übernimmt, so dass die Kirchgemeinde für diesen Bauabschnitt noch 10.000 € durch Spenden aufzubringen hat. 

AbbildungStatisch-konstruktive Instandsetzung der Kirche Hartmannsdorf - Förderung durch das Staatsministerium des Inneren des Freistaates Sachsen / Landesamt für Denkmalpflege Sachsen - Sonderprogramm Denkmalpflege

Die Instandsetzung der im erheblichen Umfang durch den echten Hausschwamm geschädigten Dach- und Deckentragwerke der Kirche, die durch Mittel der "Sonderprogramms Denkmalpflege" der Staatsministeriums des Inneren des Freistaates Sachsen / Landesamt für Denkmalpflege gefördert werden, umfassen im Einzelnen folgende Arbeiten, die voraussichtlich bis zum Spärherbst 2018 durchgeführt werden:

  1. Gerüstarbeiten
  2. Abbrucharbeiten
  3. Baumeisterarbeiten
  4. Zimmererarbeiten
  5. Holzschutzmaßnahmen
  6. Dacharbeiten
  7. Fußbodennutzschichten
  8. Baunebenarbeiten
Ev.-Luth. Kirchenvorstand Hartmannsdorf

 

Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung | Förderung durch LEADER-Programm

Instandsetzung Fassade und Dach Kirche Hartmannsdorf - Förderung durch LEADER-Programm

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Nach der Instandsetzung der im erheblichen Umfang durch den Echten Hausschwamm geschädigten Dach- und Deckentragwerke der Kirche werden Fassade und Dach wieder hergestellt. Die Maßnahmen zur Instandsetztung der Fassade und des Daches der Kirche werden im Rahmen des LEADER-Programmes gefördert. Im einzelnen sind im Rahmen des LEADER-Programmes folgende Arbeiten geplant und werden  ab Mai 2018 bis voraussichtlich Herbst 2019 durchgeführt:

  1. Gerüstarbeiten an Fassade und Dachreiter
  2. Dachdeckungs- und Dachklempnerarbeiten Kirchendach und Dachreiter
  3. Instandsetzung derTurmbekrönung
  4. Putzarbeiten am Südgiebel
  5. Rissesanierung und Putzinstandsetzung an der gesamten Kirchenfassade
  6. Natursteinarbeiten an der Kirchenfassade
  7. Instandsetzung und teilweise Erneuerung der Kirchenfenster und der Außentüren
  8. Malerarbeiten an der Kirchenfassade

Die Gesamtkosten für die Instandsetzung von Fassade und Dach betragen 260.000 €, Durch Das LEADER-Programm wird sie mit 195.000 € gefördert. Von den 65.000 € Eigenanteil wird die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens 62.000 € übernehmen, 3.000 € verbleiben an Eigenmitteln für die Kirchgemeinde Hartmannsdorf.

Die Arbeiten werden planerisch und restauratorisch in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden begleitet. Ziel ist die vollumfänglische Wiederherstellung der Kirchenfassade und der Dachbereiche nach historischem Vorbild.

Kirche Hartmannsdorf | Uhr und Glocken stillgelegt

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Wegen Instandsetzungsarbeiten am Dachreiter können die Glockenmotoren sowie die Turmuhr der Hartmannsdorfer Kirche und damit die Glocken selbst zur Zeit nicht genutzt werden. Deshalb wird es für einige Zeit weder Geläut noch Stundenschlag geben können. Dafür bitten wir um Verständnis.


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 Fotos: K. Rettke

 

 

 

Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung - Projektstand | 

Kirche Hartmannsdorf - Instandsetzung - Baubeginn

Der Baubeginn für den 1. Bauabschnitt der Instandsetzung der Kirche Hartmannsdorf, insbesondere der statisch-konstruktiven Instandsetzung der Dach- und Deckentragwerke sowie der Dachdeckungen incl. Dachreiter erfolgte Mitte Mai. Mit der Fertigstellung bzw. Beendigung des 1. Bauabschnitts ist Ende November 2018 zu rechnen.

Bauplanungsbüro und Bausachverständigenbüro List & Partner

                                                                    Ev.-Luth. Kirchenvorstand Hartmannsdorf

 

Instandsetzung Kirche Hartmannsdorf | Notsicherung, Voruntersuchungen, Instandsetzung – Abschluss

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Die Arbeiten zu Notsicherung, Dekonamination und Voruntersuchungen zur Instandsetzung konnten abgeschlossen werden. An den  Gesamtkosten dieser Maßnahme von 115.000 € hat sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit einem Förderbetrag von 15.000 Euro,  die Untere Denkmalbehörde des Landkreises Zwickau mit insgesamt 21.700 Euro und das Regionalkirchenamt Chemnitz mit 55.000 Euro aus Mitteln der Landeskirche beteiligt. Die Kirchgemeinde hatte 23.300 € aufzubringen,davon 4.800 € aus Rücklagen und 18.500 € aus Spenden. Für die diesen Eigenanteil abdeckenden  Bauspenden- und Kollektenbeträge danken wir sehr herzlich. Ebenso herzlich danken wir der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises Zwickau sowie dem Regionalkirchenamt Chemnitz der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens für alle Zuwendungen und Fördermittel, und zudem für alle praktische wie organisatorische Unterstützung. 

 

                                                                           Ev.-Luth. Kirchenvorstand Hartmannsdorf

Pfarramt Bärenwalde | Öffnungszeiten
Öffnungszeiten Pfarramt Bärenwalde:
Di. bis Do. 08:00 bis 12:00 Uhr
Spechzeit Pfarrer Wachsmuth:

Do. 09:00 bis 11:00 Uhr
Pfarramt Bärenwalde Tel./Fax:
037462 3308

Pfr. Wachsmuth Tel./Fax:

037602 6068


 

 

 

 

 

Weitere Einzelheiten im Impressum

Pfarramt Hartmannsdorf | Öffnungszeiten

Öffnungszeiten Pfarramtskanzlei:

Di. 14:30 bis 17:30 Uhr

Mi. / Do. 09:00 bis 12:00 Uhr

Sprechzeit Pfarrer Wachsmuth:


dienstags 14:30 bis 16:30 Uhr
(und nach Vereinbarung)
Tel. 037602 6068

Junge Gemeinde | 

Hallo Mädels und Jungs der Altersgruppe 14 plus

Die Junge Gemeinde trifft sich regelmäßig jeden Sonnabend um 19 Uhr im Jugendraum neben dem Pfarrhaus in Bärenwalde.

Das Leitungsteam würde sich sehr freuen, wenn auch

Du und Du und Du ... kommen würdest.

Geschichte der Bärenwalder Kirche | 


Das weithin sichtbare Wahrzeichen Bärenwaldes ist seit dem Jahre 1733 die stattliche Kirche mit ihrem 1775 errichteten 90 Ellen (= etwa 50 Meter) hohen Turm. Sie ist eines der größten Gotteshäuser des Erzgebirges und ein Zeuge der ehemaligen Bedeutung des Dorfes im 18. Jahrhundert. Wann in Bärenwalde das erste Kirchlein erbaut wurde, wissen wir nicht, wohl aber, dass es zur Zeit der Reformation im Jahre 1529 bereits sehr baufällig befunden wurde und dass es an der gleichen Stelle stand wie die 1732/33 errichtete Kirche.

Um 1400 galt Bärenwalde schon als selbständige Kirchfahrt. Die alte Kirche war klein, eng und finster und bei einer Länge von 31 Ellen nur 11 ½ Ellen breit. Ihre Mauern waren zwar 3 Ellen stark, aber nicht massiv und innen mit Lehm ausgefüllt. Sie hatte einen mit Schindeln bedeckten Turm, und zwar nicht als Dachreiter, sondern wie die heutige Kirche, an der Westseite angebaut, in dem zwei Glocken hingen. Im Jahre 1727 stellte eine Baukommission in der einen Giebelseite einen großen Riss fest. Eine Ausbesserung und zugleich eine notwendige Erweiterung wurde aber nach eingeholten Gutachten und Kostenanschlag für zu kostspielig gefunden, so dass sich die Gemeinde für einen Neubau entschloss.

Bis Ostern 1731 wurden etwa 600 Gulden, etwa 1/3 des Kostenanschlages gespendet. Trotz der geringen Mittel ging der zum Baudirektor ernannte Pastor Andreas Reiche rüstig und unverdrossen an die Vorbereitungen und ließ während des Winters 1730/31 einen Teil des Bauholzes fällen und anfahren. Im Frühjahr 1731 wurde das alte Gotteshaus niedergelegt und einstweilen eine Notkirche an der unteren Ecke des Friedhofes auf dem Pfarrfeld errichtet.

Am 16. Juni 1732 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung "unten an der ersten Ecke" der neuen Kirche mit zwei zinnernen Tafeln im Namen der Dreieinigkeit nach dem Gesang des Liedes "Es wolle Gott uns gnädig sein …" und einer „Rede an das Volk“, die Pfarrer Heyden hielt. Auf der einen standen in lateinischer Sprache Namen der Gemeinde- und Kirchenvertreter, auf der anderen die Augsburgische Konfession. In den nächsten Tagen begann der Bau; im Herbst stand ein großer Teil des Mauerwerkes.

Den Altar baute um 1733 ein Schneeberger Tischler. Die Orgel wurde im Jahre 1798 eingebaut. Die Mauern umschließen eine Fläche von 650 Quadratmetern, ihr Raum kann 640 Besucher aufnehmen. Später wurden einige Bänke entfernt, die verbliebenen versetzt, um bequemer zu sitzen. Heute stehen ca. 470 Sitzplätze zur Verfügung.

Der Bau war am Tag der Weihe noch keineswegs vollendet. Es stand nur das Kirchhaus, das umrüstet war, da der Putz noch fehlte. Das Mauerwerk des Turmes ging nur langsam voran, da die Baumittel verbraucht waren. Im Jahre 1736 wurde er durch ein Notdach aus Schindeln abgedeckt. Die beiden Glocken aus der alten Kirche läuteten wieder. Das Kirchendach war mit Lößnitzer Schiefern eingedeckt, vielleicht als erstes Gebäude des Dorfes.

Die Gesamtkosten des bisherigen Baues betrugen, abgesehen von den auf 2.000 Gulden geschätzten freiwilligen Hand- und Spanndienst, 3.857 Gulden 5 Groschen 7 Pfennige. Der Kostenanschlag war also um mehr als das Doppelte überschritten. Die Tilgung der restlichen Schuld von 1.566 Gulden 18 Groschen 6 Pfennig kam infolge der schlimmen Zeit des Siebenjährigen Krieges erst 1773 zum endgültigen Abschluss.

Im April 1775 fingen die Zimmerleute an, den Turm anzubinden. Die Aufsicht über die Zimmerarbeiten führte Amtzimmermeister Hupffer aus Zwickau, aber die werktätige Ausführung lag in den Händen hiesiger Handwerksmeister. Von Mund zu Mund erbte sich eine Geschichte fort:

Zimmermeister Johann Christoph Möckel saß vor der Vollendung der letzten Arbeiten mit dem ebenso tüchtigen Stellmachermeister David Tröger um die Erntezeit an einem Feldrand, beide auf den unvollendeten Turm herabschauend. Sie waren vom Wiesenburger Amt als Bauinspektoren eingesetzt und beratschlagten über die Ausführung der so genannten Laterne und die Spitze des Turmes. Der Erzählung nach stellten sie sich aus Getreidehalmen ein Modell zusammen, konstruierten und bastelten und sahen, freudig aufspringend, im Geiste den zu vollendenden Turm vor sich.

Am 26. Juli wurde der Strauß aufgesetzt und am 6. November der Knopf mit der Fahne. Im Jahre 1863 wurden die beiden alten Glocken durch ein dreistimmiges, volltönendes Bronzegeläut ersetzt. Die Glocken mit dem Dreiklang e — gis — h wogen nahezu 30 Zentner und kosteten 1.425 Taler.

In der Sturmnacht zum 27. November 1870 stürzte die Turmspindel samt Knopf, Wetterfahne und Stern ab. Der Knopf und die 9 Ellen lange Spindel wurden neu erstellt, die Wetterfahne durch einen 5 Ellen langen Pfeil ersetzt, der dem Dorf mit seiner Spitze noch heute die Richtung des Windes anzeigt. Die erhalten gebliebene Wetterfahne ist im Turm zwischen den Türen zur 2. Empore angebracht.


Die bunten Fenster waren zum Teil aus Waplerschen Spenden angeschafft worden. Sie kosteten 1.400 Mark und wurden durch Pfarrer Georg Dittrich am Erntefest (3. Oktober 1909) geweiht.

Kurz vor Beendigung des ersten Weltkrieges (1917) fielen die beiden großen Glocken als sinnloses Kanonenfutter dem Kriege zum Opfer. Anklagend klangen die zertrümmernden Schläge schwerer Hämmer als Abschied vom Turme herab. Schon am 24. und 25. September 1921 fand die Weihe zweier neuer Bronzeglocken unter vollzähliger Beteiligung der Kirchgemeinde statt. Sie wurden Friedens- und Dulderglocke getauft und waren auf den alten Dreiklang abgestimmt. 1943 wurden sie wiederum Opfer des Krieges.



Am Erntefest, dem 12. September 1948, erfolgte die Weihe der drei neuen Stahlglocken durch Pfarrer Herbert Sicker. Sie war mit einer kirchenmusikalischen Feier verbunden. Das neue Geläut ist auf den Dreiklang f — as — b abgestimmt und in der Glockengießerei Morgenröthe gegossen worden. In der Glockengießerei Apolda wurde die kleine Glocke aus Bronze hergestellt und als Kinderglocke auf den Ton „des“ gegegossen. Finanziert wurde alles aus Spenden der Kirchgemeinde – einschließlich Stahlschrott, der an die Gießerei Morgenröthe geliefert wurde. Die alte kleine Bronzeglocke wurde als Altmetall nach Apolda gebracht.



Im Jahre 1929 wurde die 1.300 Quadratmeter große Außenfläche der Kirche mit einem Kostenaufwand von 9.100 Mark neu verputzt. Schwere Schäden wurden unserer Kirche und dem Friedhof in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges durch den Beschuss mit amerikanischen Granaten zugefügt. Außer den Fenstern litt vor allem das hohe Kirchendach, so dass in den nächsten Jahren die durchnässte Decke einzustürzen drohte. Im Jahre 1951 wurde die eine Dachhälfte durch die Opferbereitschaft der Gemeinde mit Schiefern eingedeckt, in den folgenden Jahren auch noch die andere Dachseite und der Turm. Aber der durch Granatbeschuss an der Westseite des Turmes verursachte Schandfleck mag noch spätere Zeiten an das sinnlose Zerstörungswerk und die Absicht der Amerikaner, unsere Kirche zu zerstören, erinnern. Der Schaden wurde 1997 beim neuen Außenputz des Turmes beseitigt.
 

Stadtrat Richard Dörfel, Kirchberg, der in Bärenwalde seine Jugend verlebt hatte, stiftete der Kirche eine Niederdruck-Dampfheizung. Sie wurde am 1. Weihnachtsfeiertag 1906 in Gebrauch genommen. Die Kirchgemeinde stellte die Nutznießung der Kesselanlage auch der Schule zur Verfügung.

In den 1960er Jahren wurde ein neues Heizhaus errichtet, da die gemeinsame Nutzung durch Kirche und Schule im sozialistischen Staat unmöglich wurde. Kurz nach der Wende wurde dann nach einer Havarie am kohlebeheizten Kessel ein moderner ölbeheizter Kessel eingebaut.


Ab 1997 liefen wieder größere Sanierungsarbeiten an der Kirche, deren Umfang mit ca. 5 Millionen DM veranschlagt wurde. Dazu waren wieder Spenden durch die Kirchgemeinde nötig, um auch Fördermittel zu erhalten. Auch durch die unentgeltliche Hilfe vieler Gemeindeglieder konnte viel erarbeitet werden. Einzelheiten über diese Bauabschnitte siehe weiter unten in "Aktuelles".

Quellen:

  • "Chronik des erzgebirgischen Dorfes Bärenwalde" von Martin Leistner
  • Eigene Aufschreibungen
  • Eigene Fotos
Die Orgel der Kirche Bärenwalde | 

200 Jahre Orgel Bärenwalde –

ein kleiner geschichtlicher Bericht

 

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 Eine chronistische Rückverfolgung der Existenz von Bärenwalde reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, wobei das Dorf schon als Kirchdorf bezeichnete wird. Daß während dieser Zeit in den vorher bestehenden Kirchen Musik auf einem orgelähnlichen Instrument gemacht wurde, ist anzunehmen und lückenhaft in Chronik und Sächsischer Kirchgalerie aufgezeichnet.

Seit dem Jahre 1712, also noch in dem vorhergehenden Gotteshaus, bestand schon eine Orgel mit 9 Registern, Manual- und Pedalwerk mit etwa 550 Pfeifen. Dieses Werk wurde jedoch von der Gemeinde und vor allem von Fachleuten als "Schreier" bezeichnet und demzufolge als musikalisch und wirtschaftlich unzumutbar angesehen. Das beweisen die Reparaturen aus den Jahren 1743, 1771 und 1779. Zahlreiche Pfeifen sprachen nicht mehr an und reine Intonationen waren nicht mehr möglich. Da die Orgel mit der Zeit immer mehr "einging" und beim Gottesdienst fast gar nicht mehr zu gebrauchen war, entschloß man sich 1792, eine neue, der Größe des Gotteshauses angemessene Orgel anzuschaffen.

Christian Friedrich Poppe, Orgelbaumeister in Roda bei Gera erhielt den Auftrag, für rd. 1.300 Taler diese Orgel zu bauen, welche am Sonntag Invokavit 1798 mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht wurde. Die Predigt hielt Sup. Schlesier, dem es auch zu verdanken war, daß aus dem Kirchenärar 200 Gulden Beihilfe gewährt wurden. Das Instrument besaß mit 24 klingenden Stimmen (Register), 2 Manualen, 1 Pedalwerk, 127 Tasten und 2 Koppeln insgesamt 1.303 Pfeifen. Einbezogen sind die 90 (auch klingenden) Pfeifen des Prospektes. Das Gehäuse ist in Weiß und Gold gehalten. Der Klangumfang und die hervorragende Intonation in Verbindung mit der Akustik des rd. 3.000 m³ umfassenden Kircheninneren verleihen dieser Orgel das Prädikat "Meisterwerk" und den wohlverdienten Namen "Königin der Instrumente".

Im Jahre 1896, rd. 100 Jahre später, machte sich infolge Verschleiß und Alterung eine größere Reparatur notwendig, welche auch gleichzeitig zu kleineren Umbauten und Erweiterungen im Inneren genutzt wurde. Nunmehr besaß die Orgel 26 Register und 1.485 Pfeifen.

Wie viele Kantoren und Organisten die Orgel während dieser Zeit gespielt haben, ist nicht nachvollziehbar. Stellvertretend und ohne jede Wertung sei hier nur Kantor Dittrich genannt, welcher rd. 30 Jahre hier wirkte (1841 - 1870). Die Gemeinde hat ihm auf dem Friedhof ein bis heute erhaltenes Denkmal gesetzt. Er war ein Vorfahre unseres jetzigen Sup. Dittrich. Zur Zeit des Orgelbaues war Kantor und Kirchschullehrer Samuel Gotthold Winkler von 1779 bis 1805 tätig.

Allen anderen Organisten bis in die Neuzeit kann jedoch keinesfalls die Fähigkeit abgesprochen werden, die Orgel zum Lobe Gottes ertönen zu lassen. Ihnen allen gebührt der Dank der Gemeinde.

Wie in sehr vielen Dingen hat nur im 20. Jh. der verheerende 2. Weltkrieg seine Spuren an unserer Kirche und somit auch an unserer Orgel hinterlassen. Durch Granateinschläge im benachbarten Kirchenfeld sind gravierende Folgeschäden entstanden, wobei durch eindringendes Wasser und Nachkriegsgeldmangel die Orgel systematisch zerstört wurde. Der Holzwurm, begünstigt durch die oben genannten Einflüsse, hat ein übriges dazu getan. Anfänglich nahmen sich Herr Pfarrer Sicker und Herr Pfarrer Schubert, in der Hauptsache aber ab 1958 Pfarrer Schönfelder der labilen Orgel an. In Verbindung mit Fachleuten und vorrangig dem Orgelsachverständigen, Herrn Domorganist Günther Metz, hat sich der Kirchenvorstand zu einer Generalreparatur entschlossen.

Von jeher haben Geldknappheiten die größte Rolle gespielt, so auch höchstgradig in dieser Nachkriegszeit. Ein dicker Aktenordner bestätigt diese regelrechten Kämpfe. Die Orgelbaufirma Jehmlich, Dresden erhielt nun den Auftrag, diese Großreparatur auszuführen.

Bei der Demontage des alten Werkes traten bis dahin ungeahnte weitere Schäden auf, die auch die Einhaltung des Kostenangebotes vom 12.970 M in Frage stellten. Es erfolgt daraufhin ein weiteres Angebot von 21.549 M, welches jedoch infolge unvorhergesehener Arbeiten auch nicht gehalten werden konnte und die Endabrechnung sich auf 23.790,-M belief.

Die Orgel war aber damit noch nicht vollständig. Es fehlte im Pedalbereich noch der Fundamental-Kontrabaßton, das sogenannte Posaunenregister. Dieses wurde uns von der Patengemeinde Wehrstedt und einem ehemaligen Mitglied des Kirchenvorstandes, Herrn Johannes Brückner, Darmstadt auf unser Ersuchen freundlicherweise gespendet, so daß somit nur noch die Kosten von 1.085,- M für den Einbau blieben.

Erwähnenswert ist, daß die Balganlage, welche der Orgel die entsprechende Luft zuführt, um die Pfeifen zum Klingen zu bringen, noch die allererste aus dem Jahre 1798 und noch voll funktionsfähig war. Erst in den zwanziger Jahren wurde die bis dahin manuelle Betätigung, das Treten des Blasebalgs durch die Chorjungen, durch einen Elektromotor mit Gebläse ersetzt. Diese Anlage verleiht in Verbindung mit dem noch original erhaltenen Prospekt den denkmalgeschützen, unnachahmlichen Wert.

Die Orgel besitzt nun seit 1962  17 Register, 126 Tasten auf 2 Manualen und 1 Pedalwerk – insgesamt 1.061 Pfeifen – die größte 2,75 m, die kleinste nur 15 cm.

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Zusammengestellt von

Siegfried Tröger

 

 

 

 

 

Ergänzung 2004

Im Zuge der Sanierung des Dachstuhls auf der Nordseite im Jahr 2000 musste die Balganlage außer Betrieb gesetzt werden. Für die Zeit des Umbaus wurde die Orgel behelfsmäßig mit Luft versorgt. Der untere der 3 Bälge wurde neu mit Leder abgedichtet und ein neues Gebläse eingebaut, die Luftführung geändert. Jetzt wird die Luft aus dem Kircheninnenraum und nicht mehr wie früher aus dem Dachboden angesaugt. Auch wurden die beiden Bälge für manuelle Luftversorgung außer Betrieb gesetzt. Sie sind aber wegen der historischen Bedeutung nicht ausgebaut worden.

Abbildung Balganlage

 

 

 

 

 

 

Die Orgel bedarf dringend einer Reinigung, die aber erst nach der restlosen Fertigstellung der Innenrenovierung der Kirche erfolgen soll.

Altes & Neues | 

Altes (wieder entdecken) & Neues (dazu lernen)

Unter diesem Motto trifft sich unser Kreis 1-2 mal im Monat: Wenn Sie Lust haben, gemeinsam Neues zu entdecken und eigene Erfahrungen einzubringen, dann sind Sie bei uns richtig! Wir freuen uns an den natürlichen Dingen, die Gott uns  schenkt und stellen aus dem, was Garten und Küche bieten, Kräuteröl & Essig, Kräutersalz & Badesalz, Seife, Salbe, Marmelade, Sirup und vieles mehr her. Wir tauschen Rezepte und probieren sie natürlich auch aus! Sie werden staunen, was über viele dieser Dinge auch in der Bibel steht. Basteln und Deko stehen im Winter auch auf unserem Programm. Kommen Sie doch einfach mal mit – gemeinsam macht es mehr Spaß – wir freuen uns auf Sie.         Die Termine finden Sie im Kalender.

Annelie Oesterreich

Bärenwalde / Hartmannsdorf | Kirchenchor - Wir über uns

Kirchenchor Bärenwalde / Hartmannsdorf

Wir über uns

Durch Bestrebungen der Kirchenleitung im Jahre 1888 wurde im Mai 1889 in der Ephorie Zwickau ein Kirchenchor-Verband gegründet. In einem Schreiben vom April 1890 an den Bärenwalder Kirchenvorstand stand unter anderem folgendes:

 "Aus der Beantwortung eines Fragebogens, ..., haben wir ersehen, dass in Bärenwalde der Gemeindegesang zwar von Chorknaben geleitet wird, aber ein eigentlicher Kirchenchor noch nicht errichtet ist.

Wir richten darum an den geehrten Kirchenvorstand zu Bärenwalde das ergebenste Ersuchen, gefälligst dafür besorgt zu sein, dass ein Kirchenchor in der Gemeinde begründet werde ...".

Daraufhin wurde am 07. November 1890 vom Kirchenvorstand zu Bärenwalde die Satzung des "Kirchenchores zu Bärenwalde" unterzeichnet und damit der Chor gegründet. Die Mitglieder waren die schon erwähnten Chorknaben und 8 erwachsene Gemeindeglieder, insgesamt etwa 25 Personen.

Ob zu dieser Zeit auch in Hartmannsdorf ein Chor gegründet wurde, ist leider nicht bekannt. Vor dem 2. Weltkrieg hatte ein Kinderchor unter der Leitung des Lehrers Herr Schreiter (der leider nicht vom Krieg zurück kam) bestanden. Frau Toni Schulz übernahm den Chor ab 1943 und führte ihn bis 1965. Einige damalige Sängerinnen sind heute noch im Kirchenchor dabei. Von 1965 bis 2008 leitete Herr Gottwill Weidauer den Hartmannsdorfer Kirchenchor.

Der Bärenwalder Chor hat bis heute eine sehr wechselhafte Geschichte gehabt, mit Höhen und Tiefen. Aus dem Jahre 1924 ist bekannt, dass durch Kantor Kertscher der Kirchenchor neu gegründet wurde und vermutlich seit dem 1. Weltkrieg bis dahin ruhte, wahrscheinlich 9 Jahre.

Seit dem 2. Weltkrieg leitete Frau Hertha Fischer bis 1960 den Chor und die Kurrende. Diese Aufgabe übernahm dann Herr Siegfried Tröger, Malermeister in Bärenwalde und 1969 bis 1970 für ein Jahr Herr Hennoch Schürer, der später KMD in Stollberg wurde.

Im Jahre 1999 feierten wir 100 Jahre "Kirchenchor zu Bärenwalde" und 75 Jahre ununterbrochene Chor­arbeit. Zum Festgottesdienst am 27.06.1999 kamen unter Leitung von Herrn Siegfried Tröger u.a. der "100. Psalm" in einem 8-stimmigen Satz von Bartholdy; "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" aus der "Schöpfung" von Haydn und "Singet dem Herrn" Doppelchor von Joh. Pachelbel zu Gehör. Insgesamt wirkten 108 Sängerinnen und Sänger aus Bärenwalde und den umliegenden Kirchenchören mit, was für alle Beteiligten ein Höhepunkt in der Chorarbeit war.

Im Oktober 1999 hat Herr Tröger die Chorleitung aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen und Herr Herbert Schott hat diesen Dienst übernommen. Leider stehen wir seit dem Jahr 2003 wieder einmal in unserem Chor Problemen gegenüber: In unserer Kirchgemeinde gibt es kaum noch sangesfreudige und musikalische Männer, so dass wir (15 Frauen und 1 Mann) nur noch 3-stimmige Sätze zu Gehör bringen können. Wir lassen uns aber nicht entmutigen und üben wöchentlich - im Durchschnitt 45mal im Jahr und wirken auch etwa 15mal im Gottesdienst oder bei anderen Anlässen mit.

Nach Abschluss ihrer kirchenmusikalischen Ausbildung hat Frau Renate Wachsmuth im Juni 2004 die Chorleitung übernommen.

Seit dem 03.11.2008  haben sich die beiden Kirchenchöre der Schwesterkirchgemeinden Hartmannsdorf und Bärenwalde vereinigt, weil der bisherige Chorleiter von Hartmannsdorf,  Herr Weidauer aus gesundheitlichen Gründen den Dienst aufgeben musste. Die Übungsstunden finden weiterhin wöchentlich statt, vorübergehend im monatlichen Wechsel in beiden Gemeinden. Leider ist dadurch das Problem der fehlenden Männerstimmen auch nicht gelöst.

Im Sommer 2010 hat Frau Wachsmuth eine neue berufliche Tätigkeit am  Zwickauer Robert-Schumann-Konservatorium übernommen  und legte die Chorleitung nieder. Weil sich niemand anderes fand, hat Herr Schott die Chorleitung wieder übernommen. Die Übungsstunden finden weiterhin regelmäßig dienstags 20 Uhr in Bärenwalde statt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich doch wieder mehr Menschen, vor allem Männer, angesprochen fühlten, mit uns zusammen Gott zu loben und zu dienen.

Leider muss ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass seit dem Frühjahr 2015 in beiden Gemeinden der Kinderchor nicht mehr existiert, weil kaum noch Kinder zu den Übungsstunden kamen. Hier sind vor allem die Eltern gefragt, Musik in der Familie - und wenn es nur ein gemeinsam gesungenes Gutenachtlied ist - wäre da schon ein wichtiger Baustein. 

Ansprechpartner u. Chorleiter
Herbert Schott

Bärenwalde              Auerbacher Str. 79          08147 Crinitzberg

Tel.:037462 5102 

10 Minuten | Kirchweih

Kirchweih liegt bei Erscheinen dieses Gemeindebriefes in Hartmannsdorf schon zurück. In Bärenwalde steht es noch bevor. Natürlich bezieht sich dieses Fest in erster Linie auf die „Kirche“ als Gebäude, auf deren Weihe bzw. Segnung für den gottesdienstlichen Gebrauch. Während die Bärenwalder Kirche in diesem Jahr ihr 275jähriges Bestehen feiert, entstand die Hartmannsdorfer Kirche vermutlich schon
im 13. Jahrhundert. Für unsere unterschiedlich großen und gestalteten Kirchen sind wir dankbar. Es tut gut zu wissen, dass sich auch zu früheren Zeiten Menschen dort unter dem Wort Gottes versammelt haben. Wenn wir sagen „Ich gehe in die Kirche“ und damit das Gebäude meinen, ist das allerdings nicht die einzige Bedeutung.

Mit „Kirche“ meinen wir auch eine fast 2000 Jahre alte Institution, die lange Zeit, insbesondere im Mittelalter einen prägenden Einfluss auf Theologie, Philosophie, Rechtssprechung, Alltagsverhalten, Dichtung und Kunst in Europa ausgeübt hat.
Nachwirkungen davon sind heute noch spürbar.

Wer „Kirche“ sagt, spricht auch von einer Organisation, einem Arbeitgeber mit Mitarbeitern, strukturierten Tätigkeiten, Verwaltung von Gebäuden, Grundstücken und Finanzen. Eine zusätzliche Bedeutung bekommt das Wort, wenn man in der Mehrzahl von „Kirchen“, im Sinne von Konfessionen spricht. Neben der Ev.-Luth. Kirche gibt es in unserem Raum auch die Ev.-Method. Kirche, die Röm.-Kath. Kirche und Evangelische Freikirchen wie z.B.
die Brüdergemeinde.

Das schönste und Wichtigste an der „Kirche“ sind jedoch die Menschen, die an Jesus glauben, ihm gemeinsam nachfolgen und sich in seinem Namen
treffen. Kirche in diesem Sinne brauchen wir unbedingt, wenn wir im Glauben nicht nur überleben, sondern auch wachsen wollen. Damit ist nicht einfach ein Gefühl innerer Verbundenheit gemeint. Es geht vielmehr um gelebte Gemeinschaft. Mancher meint, er wäre auch sonst nicht so gesellig, hätte menschliche Enttäuschungen erlebt oder wäre nicht gern auf andere angewiesen. Er sollte es einfach ausprobieren, ein halbes Jahr als Christ ohne Gemeinschaft zu leben. Wenn er seinen Glauben nicht nur behält, sondern darin noch wächst, überdenke ich die Behauptung: „Allein geht man ein“.

Unsere westliche Welt ist von Negativbotschaften geprägt. Obwohl es viel Elend gibt, ist die Welt nicht einfach so einseitig negativ, wie sie oft dargestellt wird. Doch Sensationsmeldungen verkaufen sich nun mal besser. Wer Elend, Brutalität und ungelöste Weltprobleme aushalten will, ohne abzustumpfen, braucht einen inneren Gegenpol. Er benötigt positive Gegenkräfte, damit er nicht selbst ein Opfer der Welt wird, die er gern ein wenig verbessert hätte.

Um den Verschleißerscheinungen durch das negative „Klima“ in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken, helfen die allein mit Christus verbrachten Zeiten zum Kräftesammeln. Das reicht aber nicht aus. Selbst fröhliche, von lebendigem Glauben geprägte Gottesdienste sind kein Ersatz für die Begegnung mit anderen Christen in einer überschaubaren Gruppe. Um im Glauben weiter zu kommen, brauchen wir diese regelmäßigen Treffen in kleineren  Zeitabständen. Wenn Jesus Christus der Herr unseres Lebens ist, gehört ihm auch unsere Zeit. Gerade bei einem gefüllten Terminkalender wird er uns helfen, zeitliche Freiräume für diese Priorität der gelebten Gemeinschaft zu finden. Bei dieser Art Kleingruppen-Treffen, die man „Hauskreis“ oder auch anders nennen kann, sollten folgende Voraussetzungen gegeben sein:

1. Jesus Christus ist Herr und Erlöser des eigenen Lebens.

2. Die Bibel ist Grundlage für den eigenen Glauben und die persönliche Lebensgestaltung.

3. Es wird nicht nur über Gott, sondern vor allem mit Gott geredet.

In solchen Kleingruppen kommt das ganze Leben vor. Nicht nur „religiöse“ Themen, sondern auch Berufsfragen, Familiäres, Gesundheitliches, Probleme mit den Kindern und Praktisches wie Wohnungsrenovierungen, Babysitting und gemeinsame Ausflüge. In dem Maße wie das Vertrauen wächst, kann in diesen Angelegenheiten um Gebet, Rat und Hilfe erbeten oder Gemeinschaft erlebt werden.

Ihnen wünsche ich, dass sie verstehen, wenn Christen sagen: „Abgesehen von Jesus ist die Kirche eins der  großartigsten Geschenke, die Gott uns im neuen Leben des Glaubens macht.“ Außerdem wünsche ich Ihnen den Mut, sich eine Gruppe von Christen zu suchen, um diese Seite von Kirche selbst zu erleben.

10 MINUTEN | 4 wunderbare Namen

Vier wunderbare Namen erhält der Messias, dessen Kommen wir zu Weihnachten feiern, in Jesaja 9,5. Der dritte Name lautet: „Ewig-Vater“.  „Ewig“: Aus der Bibel wissen wir, dass Jesus etwa 30 Jahre auf unserer Erde gelebt hat. Ist uns aber auch bewusst, dass ER gestern heute und in Ewigkeit derselbe ist? Rechnest Du damit, ihm in der Ewigkeit zu begegnen? Nicht vor denen wirst Du stehen, deren Meinung Dir hier auf dieser Erde wichtig war, nicht vor Deinen Lehrern und Professoren, weder vor  Freunden und Kollegen, noch vor Trendbestimmern und Modemachern. Vor Jesus wirst Du stehen als Deinem Richter! Ist es Dein Wunsch, vor ihm zu bestehen? Ist es das Ziel Deines Lebens, mit ihm die Ewigkeit zu verbringen? Christlicher Glaube ist nicht bloß Lebenshilfe, dass Du einigermaßen durchs Leben kommst, sondern da geht’s darum, dass Du in den Himmel kommst. Die Entscheidung, die Du in Deiner Lebenszeit für oder gegen Jesus fällst, gilt für die Ewigkeit. Von diesem Entschluss hängt ab, ob Du Gott persönlich kennen lernst, und zwar als „Vater“, als Deinen persönlichen Vater. Wenn wir den Sohn nicht aufnehmen, bleiben wir ohne Ewigkeitsperspektive. Wenn wir ihn aber aufnehmen, gibt er uns das Recht, Söhne und Töchter des ewigen Vaters zu werden. Jesus hat gesagt „Ich und der Vater sind eins“(Joh 10,30). „Wer mich sieht, sieht den Vater“(Joh 14,9).

Entsprechend ist Jesus väterlich mit seinen Jüngern umgegangen, nicht diktatorisch-ausbeuterisch, wie ein Sekten-Guru, sondern wie ein Vater, der für seine Kinder alles heranschafft, was sie brauchen. Durch sein Wesen und seinen Umgang zeigt ihnen Jesus den Vater. Ja, der Vater selbst begegnet ihnen in Jesus. In den Evangelien haben die Jünger berichtet, wie sie den Vater erlebt haben: als Vater der Schöpfung. Gott hat eben nicht die Schöpfung durch einen Urknall ins Laufen gebracht und dann das richtige Programm eingegeben, damit die Sache sich multipliziert, sondern er hat dieses Universum als Vater geschaffen - nicht nur ein genialer Schöpfer, der aus dem Nichts heraus seinen Schöpfungsplan verwirklicht hat, sondern ein Vater. Und eben darum will er, dass nichts davon verloren geht. Es ist der Vater, der Dich in seinem Herzen als Bild getragen hat. Und er hat Dich durch zwei Menschen in diese Welt hineingeboren werden lassen. Letztlich ist es aber dieser Schöpfer-Vater, der Dich geschaffen hat, und nicht der Zeugungsakt von Menschen.

Wir können diese Schöpfung zerstören, einschließlich uns selbst. Deshalb wurde uns der Sohn gegeben. Dafür musste Jesus am Kreuz sterben, um das alles wiederherzustellen, damit Leben wieder möglich ist, damit wir und die ganze Schöpfung erreicht werden von der Erlösung.

Er ist es, der Dein Leben erhält, der Dich versorgt. So haben es die Jünger erlebt: Der Vater, der die Lilien kleidet und die Raben ernährt, hat sie noch viel mehr versorgt. „Habt ihr jemals bei mir Mangel gehabt?“, hat Jesus einmal seine Jünger gefragt. Und sie antworteten: „Nie“. Was antwortest Du? Vielleicht kannst Du das bestätigen?! Möglicherweise ist es Dir aber gar nicht bewusst, dass Du bei Jesus keinen Mangel hattest, dass der Vater Dich auch im Jahr 2007 wunderbar versorgt hat. Selbst wenn es mal eng war, hattest Du immer genug zu essen und anzuziehen. Die Wohnung war warm, das Dach war dicht. Wie viel tausend Kilometer bist Du auch in diesm Jahr mit dem Auto wieder gut gefahren, ob Du nun Jesus um Bewahrung gebeten hast oder nicht, ob Du dem Vater für seinen Schutz gedankt hast oder nicht.

Jesus hat seinen Jüngern eine unmittelbare Vater-Kind-Beziehung ermöglicht. „Mein Vater ist auch euer Vater“, hat er ihnen erklärt(Joh 20,17). Sie durften „Papa“ sagen, wie er selbst. So lädt er  Dich und mich in diese Vater-Sohn- und Vater-Tochter-Beziehung ein. Du darfst dem Vater in den Ohren liegen mit allen Anliegen. Ganz direkt darfst Du ihn bitten und Dich dabei auf Jesus berufen.

Wenn Du immer noch dieses Gottesbild hast vom Himmelspolizisten, der Dich kontrolliert und anklagt, dann lass Dir von Jesus den Vater zeigen, der Dich liebt, der Ausschau hält nach Dir, der Du Dich in Deinen eigene Wegen verrannt hattest.

Der Vater hat Dich lieb und sehnt sich nach Dir und Deiner Liebe. Es bedeutet ihm unendlich viel, wieder mit Dir Gemeinschaft zu haben. Mach Dich deshalb auf den Weg, lauf zum Vater, bekenne ihm Deine Schuld. Bleib nicht auf Distanz aus Scham oder Angst. Er wird Dich in seine Arme schließen, er wird Dich gar nicht ausreden lassen, Dein Eingeständnis der Schuld nicht mit rechthaberischer  Genugtuung genießen, sondern sagen: „Ich bin so glücklich, dass Du da bist, mein geliebter Sohn. Ich habe Dich so sehr vermisst, meine geliebte Tochter.“ Und dann wird eine Party im Himmel gefeiert, das kannst Du Dir nicht vorstellen. Komm zurück zum Vater! Jesus hat den Weg für Dich frei gemacht. Du musst nicht ein weiteres Jahr verschenken.

Was ist das für ein erstaunlicher Gott, der praktisch um Liebe bettelt, der sich an unsrer Stelle richten lässt, damit wir im Gericht bestehen und in den Himmel kommen. Er ist unser Vater. Er spielt nicht nur Vater für eine gewisse Zeit, in der wir heimatlose Kinder sind auf diesem Planeten, sondern er bleibt unser Vater, der „Ewig-Vater“, so wie er nicht nur Liebe hat, sondern die Liebe ist.
10 Minuten | Unsere Zeit

10 MINUTEN

Jesus Christus hilft uns nicht nur, den Sonntag, sondern auch unseren Wochentag zu gestalten.

Gott hat den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Von daher ist unser Leben geprägt durch Schlafen und Wachen. Raum und Zeit hat Gott als Grenze gesetzt. Keiner kann an mehr als einer Stelle gleichzeitig sein. Die Zeit ist aufgeteilt in Gestern, Heute und Morgen. Entscheidend ist das Jetzt. Heute gilt es zu handeln. „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“(Hebräer 3,7-8). Wer mit Jesus leben will, wird zuerst auf ihn hören, wie der Gottesknecht auf seinen Herrn hörte: „Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören…Und ich bin nicht ungehorsam“(Jesaja 50,4-5). Es gehört zur Nachfolge, dass wir Jesus Zeiten einräumen, in denen er zu uns sprechen kann, und dass wir in solchen Zeiten wie Paulus fragen: „Wer bist du, Herr?“ „Was soll ich tun, Herr?“(Apostelgeschichte 22,8.10) Zuerst geht es darum, ihn persönlich kennen zu lernen. – seine Liebe, seine gütige Autorität – im staunenden Betrachten und Anbeten seiner wunderbaren Persönlichkeit. Weil Jesus Herr ist, erhalten wir unsere Anweisungen von ihm. Hören wir auf ihn, bleibt der Alltag nicht trüb und leer.

Jesus spricht zu uns vor allem durch sein Wort. Wenn wir uns Zeit nehmen für die tägliche Bibellese, kann Gottes Geist anfangen, zu uns zu sprechen, lautlos, aber für das hörende Herz deutlich wahrnehmbar. Martin Luther sagte darüber: „Für den Fall, dass der Heilige Geist anfängt, in dein Herz zu predigen mit erleuchteten Gedanken, so tue ihm die Ehre, lass die eigenen Überlegungen fahren, sei still und höre dem zu, was er predigt. Das merke, schreibe es auf, so wirst du Wunder erfahren.“ Nicht alle Gedanken, die uns in der Stille kommen, sind von Gott. Jeder Gedanke muss anhand der Bibel, der offenbarten Wahrheit, geprüft werden. Wer jedoch lernt, im täglichen Hören über der aufgeschlagenen Bibel, die „erleuchteten Gedanken“ von den anderen Gedanken zu unterscheiden, wird Wunder erleben. Er erfährt, wie Jesus ihm konkrete Anweisungen gibt und Gebete erhört. Dieses „Hören“ ist ja Teil des Gebetes, des Gesprächs mit Gott. Dafür, zu welchen Zeiten wir beten sollen, gibt es kein Gesetz. Doch wer mit Gebet in den Tag startet, ist besser gewappnet gegen Zeitvergeudung, Versuchungen, Schwächen, schlechte Gewohnheiten und Mutlosigkeit.

Die täglichen Zeiten mit Jesus brauchen nicht sehr lange zu sein. Wichtig sind die Elemente Bibellesen und Gebet als Reden mit Gott und Hören auf ihn. Unser täglicher Lebensrhythmus wird sich nicht nur am im ausgewogenen Miteinander von Schlafen und Wachen orientieren, bestimmt durch den Wechsel von Tag und Nacht. Er richtet sich auch an der gelebten Gemeinschaft mit Jesus und seinem Vorbild aus, daran wie Jesus mit seinem Vater Gemeinschaft pflegte und auf ihn hörte.

Und das heißt, unser Alltag wird geprägt vom Beten und Arbeiten: im hörenden Gebet empfangen wir Kraft und Weisung für unser Tun. Ebenso gestaltet sich unser Tag durch Einsamkeit und Gemeinsamkeit: ich lebe in einem Wechselverhältnis von Alleinsein – für mich, vor Gott – und der gemeinschaftlichen Beziehung mit Menschen, mit denen ich – im Empfangen und Geben, gemäß meinen Gaben – mein Leben teile.

Jesus hilft uns, unseren Tag einzuteilen, das Gute zur rechten Zeit am rechten Platz zu tun. Diese Hilfe kann er uns geben, wenn wir zuvor auf ihn hören.

Diese tägliche Erfahrung wünschen, verbunden mit herzlichen Grüßen, Ihre Kirchenvorsteher, Mitarbeiter und Pfarrer Gottfried Wachsmuth

10 Minuten | Jesu Kreuz ist einmalig

Jesu Kreuz ist einmalig. Sein Tod - menschlich gesehen eine Katastrophe - hat alles für uns erreicht: Vergebung der Schuld. Neues Leben. Ewige Gemeinschaft mit Gott. In der Auferstehung wurde Jesus von Gott beglaubigt und sein Sterben als Versöhnungstod für uns bestätigt. Sein Kreuz müssen wir nicht tragen. An diesem Kreuz müssen wir nicht hängen.

Aber was ist unser Kreuz? Jesus sagte: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“(Lukas 9,23)

Was ist unser Kreuz? Unser Kreuz ist der Punkt, an dem der Wille Gottes unseren Willen durchkreuzt. Es ist der Ort, an dem wir unser Leben Gott hingeben können. Dieses Prinzip steht der Denkweise des natürlichen, selbstbezogenen Menschen um 180 Grad entgegen. Aber immer, wenn wir diesen inneren Kampf ausfechten und die richtige Entscheidung treffen, wenn wir vom

„Ja, aber!“ zum „Ja, Vater!“ kommen, folgt daraufhin der Segen Gottes.

Hier steht: „Er nehme sein Kreuz auf sich täglich.“ D.h., jeder Tag bietet jedem Christen eine Gelegenheit, sein Kreuz auf sich zu nehmen. Diese Gelegenheit gilt es zu ergreifen. Da werden wir manches, was nach einer Niederlage aussieht, als Sieg erleben. Vieles, was ich jetzt loslasse, was ich festgehalten und woran ich mein Herz gehangen habe, wird mir nicht Verlust, sondern Gewinn.

Als Jesus ans Kreuz ging, sagte er: „Niemand nimmt (mein Leben) von mir, sondern ich selber lasse es (freiwillig).“ (Joh 10,18) In diesem Sinne wird mir niemand mein Leben wegnehmen. Wenn ich es nicht freiwillig hingebe, werde ich nach wie vor darüber verfügen. Jesus lässt mich mein Leben nach meinen Vorstellungen führen. Er gönnt mir Besitz, Reisen, Erfolg, Kino, Theater und Sport. Das alles ist an sich wertneutral, vieles davon sogar äußerst nützlich und sinnvoll. Die Frage ist nur: Dient es mir oder diene ich ihm? Beherrschen wir es oder beherrscht es uns? Wenn Dinge zu Götzen werden und Menschen zu Idolen, zerstören sie unser Leben, statt es zu erfüllen. Deshalb legt uns Jesus ans Herz, freiwillig loszulassen, was uns beherrscht, was ihn aussperrt und damit echtes Leben verhindert. Was mein Kreuz ist, entdecke ich, wenn ich Jesus folge. Bin ich bereit, es täglich auf mich zu nehmen? Sind wir dazu bereit?

Schon im Laufe eines Tages begegnen uns viele Situationen, in denen Gottes Pläne unsere Pläne durchkreuzen. Er hat gute Taten für uns vorbereitet, die ihn ehren und Menschen dienen. Entscheidend ist, darin eine Chance zu sehen und nicht eine Katastrophe.
10 Minuten | Gott-Held
In Jesaja 9,5 wird Christus, der Messias, von Jesaja auch mit dem Namen „Gott-Held“ bezeichnet. 

„Gott“. Die Bibel sagt unmissverständlich: Das jüdische Kind im Futtertrog war der Sohn Gottes.
Viele Theologen haben sich bemüht, alles Göttliche aus der Weihnachtsgeschichte zu entfernen, bis nur noch ein mitmenschlicher Kuscheljesus übrig bleibt.
Aber unser Glaube steht und fällt mit dem Satz: „Das Wort wurde Fleisch.“ Das heißt: Gott wurde Mensch. Und das heißt: Der Mensch Jesus war Gott. Alles andere ist unchristlicher Unsinn. Ebenso das Gerede, alle Religionen würden den gleichen Gott anbeten. Wenn z.B. der Islam lehrt, dass Jesus nicht Gott war, dass er nicht Gottes Sohn war, dann wird klar, dass der Islam eine antichristliche Religion ist. Moslems geben das auch freimütig zu. Nur manche Christen rühren sich einen multireligiösen Einheitsbrei zusammen – ungenießbar und tödlich. Der Engel Gabriel jedenfalls sagte zu Maria: „Das Heilige, das von Dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden“(Lk 1,35). Als Jesus einmal seine Jünger fragte: „Wer bin ich?“, da kamen lauter falsche Antworten. Dann sagte Petrus: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“(Mt 16,16). Das war die richtige, die einzig wahre Antwort. „Wer bin ich für Dich?“, fragt Jesus heute und wartet auf Deine Antwort. Wenn Du das Bekenntnis des Petrus nicht mitsprechen kannst, lebst Du noch im Unglauben.

„Held“. Wir Menschen suchen Helden. Männer, zu denen wir aufschauen, die stark sind und klug, die immer durchkommen, die die Welt retten oder wenigstens einen Teil von ihr.
Helden sind Menschen, die sich emporgearbeitet haben, die aufgestiegen sind zur Größe. Jesus ist hinab gestiegen zur Größe. Er hat sich klein gemacht, ist Mensch geworden, als Kind geboren – der Sohn Gottes. Völlig runtergekommen ist er, um uns emporzuheben. Mit uns auf eine Ebene hat er sich gestellt. Er wurde arm, damit wir reich werden. Und doch ein Held.
Kein Alexander der Große, kein James Bond, keiner, der mit Mut, Geschick und Waffen Länder erobert, die Menschheit von Bösewichten befreit. Und trotzdem ein Kämpfer. Das zeigt uns die Bibel. Er ist gekommen, die Werke des Teufels zu zerstören“(1. Joh 3,8). Von Jesus ging eine Kraft aus, vor der die Dämonen flohen. Oft fehlte der Kirche die Vollmacht, Dämonen auszutreiben, Gebundene zu befreien. Statt den Satan zu bekämpfen, attackierte man Menschen. Obwohl die Bibel sagt, dass unser Kampf sich nicht gegen Menschen richtet, sondern gegen die finsteren Mächte. Jesus hat Kranke geheilt, Tote auferweckt. Er selber hat den Todeskampf gekämpft und den Tod besiegt, als er wie ein Held aus dem Grab stieg. Jesus überwindet heute Herzen, verändert Menschen durch die Macht seiner Liebe. Gerade heute kämpft Jesus um Dich!
Wie lange willst Du mit Deiner Kapitulation warten? Wie lange willst Du versuchen, Dich selbst zu retten und aus eigener Kraft zu leben? Nimm doch die Kraft von Jesus in Anspruch!
Wenn Dir alles über den Kopf wächst und Du kein Land mehr siehst, dann lass nicht alles laufen, sondern lauf zu Jesus! Wenn Du nicht mehr weißt, wie Du mit Sorgen, Angst und Ärger, mit Deinen Verletzungen und Schicksalsschlägen fertig werden sollst, dann geh zu Jesus! Bitte ihn um Kraft und er wird sie Dir geben: Kraft zum Kämpfen, zum Dulden, zum Bekennen, zum Leiden, zum Leben, zum Sterben. Wer sich von diesem Gott-Held stärken lässt, wird selber zum Helden. Menschen vollbringen Heldentaten, zu denen sie aus eigener Kraft niemals fähig wären.
Missionare, die als Geiseln der Talliban in Afghanistan dem Tod ins Auge geblickt hatten, gehen wieder dorthin, um den Schwächsten zu dienen. Frauen und Männer beten und arbeiten täglich für Erneuerung der Kirche und Heilung unsres Volkes. Das sind die Helden Gottes. Sie tragen die Handschrift Jesu, des Gott-Helden. Dahinter steht die Kraft seines Geistes. Wir alle brauchen Kraft, immer wieder, und wir können sie haben. Er will sie uns ja geben. Er hat sie ja. „Denn dein ist das Reich und die Kraft.“ Wie viel tausendmal haben wir das schon mitgebetet beim Vaterunser! Na dann lasst es uns doch endlich glauben! Lasst uns die Kraftquelle anzapfen, sie in Anspruch nehmen. Lasst uns ihn annehmen, den Gott-Held, damit es wirklich Weihnachten und unser Leben neu wird.
 

10 Minuten | Der Heilige Geist verändert unseren Charakter

Der Heilige Geist, zu Pfingsten vom Vater und vom Sohn gesandt, ist an verschiedenen Wirkungen erkennbar. Eine Wirkung des Heiligen Geistes besteht darin, dass er unseren Charakter verändert. Natürlich gibt es unveränderliche Charaktermerkmale. Dass der eine lebhaft ist und der andere eher zurückhaltend, dass es gefühlsbetonte, willensstarke und vom Verstand her lebende Menschen gibt, ist vom Schöpfer so gegeben. Diese Besonderheiten unserer natürlichen Anlage wird der Geist Gottes nicht ändern. Anders ist es bei Charakterzügen, die in uns gewachsen sind, mit denen wir unsere Neigung zum Egoismus ausgeprägt haben, die sich durch unsere Entscheidungen und Reaktionen entwickeln konnten. Tatsächlich haben andere unter unserer Art gelitten. Vielleicht waren es unsere Feigheit oder Rücksichtslosigkeit, vielleicht auch Jähzorn oder nicht gehaltene Versprechen.

Wie ändert sich ein Mensch? Gute Vorsätze sind meist schnell vergessen. Psychologische Beratung kann von Nutzen sein. Nur beschränkt sich die Hilfe meist darauf, dass einer seine Probleme erkennt und damit leben kann. Menschen, die sich ändern wollen, entdecken immer wieder ihre Ohnmacht: „Ich kann aus meiner Haut nicht raus.“ „Niemand kann über seinen Schatten springen.“ Wenn das bedeuten soll: Jeder stellt einen bestimmten unveränderlichen Typ dar, so ist das natürlich korrekt. Soll es aber heißen: Ich schaffe es nicht, meine Fehler abzustellen und die schlechten Gewohnheiten abzulegen, obwohl andere wie ich selbst darunter leiden, dann wird es schwierig.

Wo wir so oft Resignation und Scheitern erleben, trifft uns die hoffnungsvolle Botschaft des Neuen Testaments. In Galater 5, 22-23 schreibt Paulus:

„Die Frucht des Geistes besteht in Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ Hier geht es um Eigenschaften, die das Zusammenleben mit anderen enorm erleichtern. Menschen, die solche Charakterzüge aufweisen, würden die meisten von uns gern in ihrer Umgebung haben. Es fällt auf, dass hier von “Frucht“ und nicht von „Bemühung“ die Rede ist. Frucht ist das Ergebnis eines Wachstumsprozesse. Außerdem wird auch nicht von der Frucht der Christen gesprochen, sondern von der Frucht des Geistes. Nicht wir bringen die Frucht, sondern Er, der Heilige Geist. Wenn der Heilige Geist wirklich in uns wohnt, können gute Wesenszüge wachsen. Unsere Aufgabe besteht darin, die Veränderung zu wollen, aber wir können ihm die Aufgabe überlassen, sie in uns zu bewirken. Bleiben wir in Verbindung mit Jesus, so kann der Heilige Geist uns innerlich umgestalten. Er lässt die Liebe in uns heranreifen, um nur ein Teil der Frucht hervorzuheben. Als Liebende werden wir immer mehr zu Menschen, die andere annehmen, ohne Bedingungen zu stellen. Anstelle einer fordernden Haltung nehmen wir eine schenkende Haltung gegenüber unseren Mitmenschen ein. Ganz bewusst wenden wir uns ihnen liebevoll zu, um sie zu erfreuen oder ihnen zu helfen. Was für eine Wohltat, wenn immer mehr Menschen diese Liebe kennen lernen und ausdrücken. Aus eigener Kraft können wir weder diese Liebe noch andere neue Wesensmerkmale entwickeln. Aber der Heilige Geist macht es möglich, wenn wir mit Jesus in engem Kontakt stehen. Derartige Veränderungen sind erfolgreich und nicht anstrengend. Meistens bemerken nicht zuerst wir selbst diese Wandlungen, sondern Angehörige, Freunde oder Kollegen. Wunderbar, wenn einer fragt: „Früher hast du dich selten für die Probleme anderer interessiert. Jetzt fragst du öfter und interessierst dich, wie es einem geht. Woran liegt das?“ Veränderungen durch Gottes Geist bleiben also nicht verborgen.

Lebt er in dir, kann er sich mit Dir verbinden und mit dir zusammen gute Frucht hervorbringen. Ganz von selbst, wie der Apfelbaum in deinem Garten. Wir sind eingeladen, dem Heiligen Geist Raum zu geben in uns. Mit Paul Gerhard dürfen wir bitten: 

„Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd´ ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben. Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben, und Pflanze möge bleiben.“

10 Minuten | Die „perfekte“ Liebe. Weihnachtsversion von 1. Korinther 13 (Verfasser unbekannt)

Wenn ich mein Haus perfekt mit Tannenzweigen,
Lichterketten und klingenden Glöckchen schmücke,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
bin ich nichts als eine Dekorateurin.

Wenn ich mich in der Küche abmühe,
kiloweise Weihnachtsplätzchen backe,
Feinschmeckergerichte zubereite
und zum Essen einen wunderschön
gedeckten Tisch präsentiere,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
bin ich nichts als eine Köchin.

Wenn ich in der Suppenküche mithelfe,
im Seniorenheim Weihnachtslieder singe
und all meinen Besitz an die Wohlfahrt spende,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
nützt es mir gar nichts.

Wenn ich den Weihnachtsbaum mit glänzenden
Engeln und gehäkelten Eissternen schmücke,
an tausend Feiern teilnehme
und im Chor Kantaten singe,
aber nicht Jesus Christus im Herzen habe,
dann habe ich nicht begriffen,
worum es eigentlich geht!

Die Liebe unterbricht das Backen,
um das Kind zu umarmen.
Die Liebe lässt das Dekorieren sein
und küsst den Ehemann.

Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress.
Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus
mit ausgesuchtem Weihnachtsporzellan
und passenden Tischtüchern.
Die Liebe schreit die Kinder nicht an,
sie sollen aus dem Weg gehen,
sondern ist dankbar,
dass es sie gibt und sie im Weg stehen können.

Die Liebe gibt nicht nur denen,
die etwas zurückgeben können, sondern
beschenkt gerade die mit Freuden,
die das Geschenk nicht erwidern können.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles,
hofft alles, erduldet alles. Die
Liebe hört niemals auf.
Videospiele werden zerbrechen,
Perlenketten werden verloren gehen,
Golfschläger werden verrosten.
Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben."


10 Minuten | Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren

"Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest im Lande" (2. Mose 20,12).


Dieses Gebot ist erstaunlicherweise das einzige mit einer Verheißung: Zukunft und Wohlergehen eines Volkes hängen offenbar mit der Einhaltung dieses Gebotes zusammen. Es betrifft nicht zuletzt das Verhältnis der erwachsenen Kinder zu den alt gewordenen Eltern. Gott möchte Frieden und Versöhnung zwischen den Genera­tionen, gegenseitige Liebe und Wertschätzung.
In der ersten Phase unseres Lebens sind wir als Kinder besonders auf die Liebe und Fürsorge der Eltern angewiesen. Teilweise haben auch Großeltern die Vater- und Mutterrolle übernommen und liebevoll ausgefüllt.
Es kann aber auch die Zeit kommen, in der die alten Eltern auf die liebevolle Betreuung durch ihre Kinder angewiesen sind. Hier sind wir gefragt, aus der Liebe Gottes heraus Liebe weiterzugeben. Tatsächlich ist es so, dass wir uns gegenseitig brauchen, die Älteren die Jüngeren wie auch die Jungen die Alten.

Sehr bewegt hat mich der Bericht aus "Readers Digest" von einer Mädchengruppe, die sich um ältere, teils pflegebedürftige Damen in einem Altenheim kümmert. Jede der 12-19jährigen Schülerinnen hat eine Oma "adoptiert". Wenn sie ihre Adoptiv-Omas besuchen, mit ihnen spazieren gehen, reden und lachen, geht für die Seniorinnen die Sonne auf.

Bewegt hat mich auch folgende Geschichte mit dem Titel "Der alte Großvater und der Enkel" von Christoph von Schmid (1768-1854), die der Zeitschrift "Come" entnommen ist (Nr. 7, Juni 2004, S.84):
Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er die Suppe auf das Tischtuch, und es floss ihm auch wieder etwas aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, deshalb musste sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen. Sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen, und dazu nicht einmal genug.
Da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten; es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt; er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Pfennige; daraus musste er nun essen. Wie sie da so saßen, trug der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde Brettlein zusammen. "Was machst du da?", fragte der Vater. "Ich mache ein Tröglein", antwortete das Kind, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin."Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten sofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen. Sie sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.


Seien Sie herzlich gegrüßt von Ihren Kirchenvorstehern, Mitarbeitern und Pfarrer Gottfried Wachsmuth

10 Minuten | Einander annehmen

"Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob" (Römer 15,7). Gemeinschaft miteinander gelingt durch die wiederhergestellte Gemeinschaft mit Gott. Gemeinschaft ist Gabe und Aufgabe zugleich.
Für das Leben in Gemeinschaft gibt es Grundregeln. Eine dieser Grundregeln heißt: Einander annehmen. "In Demut achte einer den andern höher als sich selbst" (Phil. 2,3). Die Voraussetzung für jede echte Gemeinschaft besteht darin, den anderen anzunehmen, und zwar in zweifacher Weise: Darin, dass er anders ist, und darin, dass er Fehler macht.
Zuerst geht es darum, den andern in seiner Andersartigkeit anzunehmen. Wenn Jesus sagt: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid" (Mt. 11,28), bekundet er damit seine Bereitschaft, jeden Menschen, und sei er noch so kompliziert, anzunehmen. Und er erwartet von seinen Jüngern, dass sie "seinen Fußtapfen nachfolgen" (1. Petr. 2,21) und ebenfalls einander annehmen.

Das ist auch für Christen eine Herausforderung, denn jeder Mensch ist ein Original. Gott hat unsere Mitchristen anders gemacht als wir sie uns wünschen würden. Deshalb stehen wir in ständiger Gefahr, den Bruder zu kritisieren, einfach weil er anders ist. Vielleicht können wir ihn sogar in ein psychologisches Typenschema einordnen und von daher seine Eigenarten, seine "typischen Fehler" erklären. Wir bilden uns dann vielleicht ein, dass wir ihn richtig beurteilen könnten. Da solche "Beurteilungen" häufig einer "Verurteilung" gleichkommen, mahnt uns Jesus: "Richtet nicht, dann werdet ihr auch nicht gerichtet, verurteilt nicht, dann werdet ihr auch nicht verurteilt werden" (Luk. 6,37).
Solche Verurteilungen können harmlos aussehen. Wir werten den andern z.B. als Vertreter einer bestimmten Gruppe und übertragen auf ihn die typischen, oft eingebildeten Gruppenmerkmale. So macht es z.B. Prof. Higgins in dem Musical "My fair Lady", wenn er singt: "Warum kann eine Frau nicht sein wie ein Mann … warum kann eine Frau nicht sein wie ich?"

Einander annehmen heißt: den andern so nehmen, wie er ist, ohne an ihm herumzunörgeln. Gott will eine Gemeinschaft gerade durch Originalität reich machen. Durch uniformierte Kopien wird eine Gemeinschaft eintönig. Die Ausschaltung der Andersartigen oder Schwachen bedeutet den geistlichen Tod einer Gemeinschaft. Gerade Reibung ist erforderlich für das Wachstum. Den anderen annehmen heißt deshalb: Darum wissen, dass ich auf den andern angewiesen bin. Meine Einzigartigkeit kommt überhaupt nur zur Geltung, indem der andere mich ergänzt.
Beim Fußball ist selbst der beste Mittelstürmer darauf angewiesen, dass andere ihm den Ball zuspielen. Er kann ihn sich nicht immer selber holen. Und selbst der große Higgins erkennt schließlich, dass durch die Andersartigkeit der Eliza eine neue Seite seines Wesens erschlossen wird.
Außerdem geht es darum, den anderen in seiner Fehlerhaftigkeit anzunehmen. Jesus wurde verurteilt, weil er sogar die Fehlerhaften annahm: "Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen" (Luk. 15,2). Jesus erwartet auch hier, dass wir seinem Vorbild nachfolgen. Wer nur die Andersartigen und nicht auch die Fehlerhaften annimmt, hat keinen Anspruch darauf, von den andern angenommen zu werden, denn wir sind nicht nur Originale, sondern auch Sünder. Sogar der Fehlerhafte soll deshalb unter Christen nicht verurteilt werden. Warum nicht? Weil es zu gefährlich für uns wäre. Paulus schreibt in Röm. 2,1: "Worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selbst. Du, sein Richter, begehst ja dieselben Sünden". Was mich am andern ärgert, ist meine Sünde. Jesu sagt: "Mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr wieder gerichtet werden" (Mt. 7,2).

Es ist schon viel gewonnen, wenn wir einander annehmen. Das Ziel heißt jedoch: den andern höher achten als uns selbst. Jesus und seine annehmende Liebe zu uns sind der Schlüssel dafür.

Herzlich grüßen Ihre Kirchenvorsteher und Mitarbeiter mit
Pfarrer Gottfried Wachsmuth
10 Minuten | Der Heilige Geist

»Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein.« (Apostelgeschichte 1,8)

Der Heilige Geist hat nicht nur zu Pfingsten Bedeutung, sondern auch oder gerade wenn Pfingsten hinter uns liegt. Pfingsten verändert den Alltag und den Sonntag, unser Feiern und Arbeiten. Seit Jesus den Heiligen Geist schickte, ist neues Leben möglich und eine neue Kraft zugänglich.

Folgende Ausführungen von Roland Werner können uns verdeutlichen, was wir vom Heiligen Geist zu halten haben:

„Nein, es handelt sich um kein Gespenst. Auch nicht um einen undefinierbaren Einfluss, von dem niemand so genau weiß, ob er da ist oder nicht. Ebensowenig um eine Gefühlswelle, die über uns alle schwappt und genauso auf dem Fußballfeld oder in einer Mega-Disko zu erleben ist.

Jesus hat seinen Jüngern gesagt, dass sie den Heiligen Geist brauchen. »Es ist gut, dass ich gehe, damit der Heilige Geist zu euch kommen kann« (Johannes 16,7) ... Er wird zu ihnen kommen und bei ihnen bleiben. Ohne ihn können sie gar keine Christen sein. Ohne ihn können sie gar nicht tun, was Jesus ihnen aufträgt.

Das muss man sich mal klarmachen. Ohne den Heiligen Geist läuft gar nichts. Mit ihm kann aber so ziemlich alles laufen, was laufen sollte.

Warum also die Angst vor dem Heiligen Geist? Warum warnen manche Christen …, sich ja nicht zuviel mit dem Heiligen Geist zu beschäftigen? Gründe dafür lassen sich schnell finden. Manche beruhen auf einem Missverständnis. So denken einige Leute, es würde Jesus die Ehre rauben, wenn man sich mit dem Heiligen Geist befasst. Das hört sich fast an, als gäbe es eine Konkurrenz bei Gott mit sich selbst. Dass das völliger Blödsinn ist, ist klar. Denn Jesus und der Heilige Geist gehören ganz eng zusammen. »Denn der Herr ist der Geist« (2. Korinther 3,17). Er ist ja der Geist Jesu, den er zu uns sendet.

Andere haben tatsächlich negative Erfahrungen gemacht. Allerdings nicht mit dem Heiligen Geist, sondern mit dem, was dafür ausgegeben wurde. In manchen Versammlungen werden Gefühle und Heiliger Geist verwechselt. Natürlich kann der Geist Gottes auch unsere Gefühle ansprechen. Es wäre komisch, wenn das anders wäre. Aber er ist mehr als eine Stimmung oder ein Hochgefühl.

Wir brauchen Gottes Geist. Denn er leitet uns in die Wahrheit hinein. Er zeigt uns, wer wir selbst sind und wer Jesus ist. Er zeigt uns, dass wir ohne Jesus das Leben verpassen.

Wir brauchen den Heiligen Geist. Denn er befähigt uns, Gott zu lieben und den Menschen seine Liebe weiterzugeben.

Er erfüllt uns immer wieder. Er gibt uns die Fähigkeiten, die wir brauchen. Er formt in uns den Charakter, der sich an Jesus orientiert. Ohne den Heiligen Geist sind wir uns selbst ausgeliefert. Dann müssen wir aus eigener Kraft und Weisheit unser Leben gestalten. Mit dem Heiligen Geist stehen uns aber alle Kraftreserven zur Verfügung, die Jesus für uns bereitgestellt hat.

Angst vor dem Heiligen Geist? Nichts wäre dümmer als das.

Vertrauen auf den Heiligen Geist? Na, klar! Denn der Heilige Geist ist Jesus in uns. Jesus jedenfalls wollte, dass seine Jünger sich für seinen Geist öffnen. Gleich nach der Auferstehung trat er in das Zimmer, in dem sie sich verschanzt hatten. Er pustete sie an und sagte: »Empfangt den Heiligen Geist!« (Johannes 20,22)

Angst vor dem Heiligen Geist? Nein danke!“

(Aus: Roland Werner, Hammerhart. Komm, folge Jesus, S. 45ff)

10 Minuten | Wieso gibt es bei euch so viel Streit?

»Jesus starb am Kreuz für uns. Was damals geschah, ist beispiellos. Der Sohn Gottes gab sich selbst in den Tod für uns. Unser ganzes Chaos, unseren Dreck, unsere Sünde hat Jesus am Kreuz getragen. Dass die Welt hoffnungslos kaputt ist, sieht jeder, der die Augen auftut: Streit, Krieg, Hunger … Gemeinheiten, Ausbeutung, üble Nachrede und vieles mehr machen das Leben auf diesem Planeten mies. Jesus hat sich da hineingestellt. Er hat den Tod für uns getragen. Und er ist auferstanden und lebt.« (Roland Werner). Das verändert alles. Wir werden gereinigt und erneuert. Wenn das so ist, mutet es seltsam an, dass in der Gemeinschaft der Christen so viel Ablehnung und Streit regieren. Eigentlich sollten wir Besseres geschmeckt haben. Vermutlich leben wir nicht wirklich aus der Kraft des Kreuzes und der Auferstehung Jesu. Offenbar ist aus der Kirche oft ein Stück Welt geworden. Jakobus beleuchtet Gründe für diese Problematik:

»1 Wieso gibt es denn bei euch so viel Streit, Krieg und Kampf? Kommt alles nicht daher, dass ihr euren Leidenschaften und Trieben nicht widerstehen könnt? 2 Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass; doch gewinnen werdet ihr dadurch nichts … Solange ihr nicht Gott bittet, werdet ihr nichts empfangen. 3 Wenn ihr freilich Gott nur darum bittet, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen, wird er euch nichts geben. 4 Wie erbärmlich vergeltet ihr Gottes Treue (wörtlich: ›Ihr Ehebrecher!‹) Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft mit Gott bedeutet? … 5 Oder meint ihr, die Heilige Schrift sagt ohne jeden Grund: ›Gottes Geist, der in uns wohnt, will uns ganz allein besitzen‹ (wörtlich: ›Eifersüchtig verlangt er nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ‹)? 6 Gott wird allen, die ihm treu sind, noch mehr Gnade schenken. Darum heißt es auch: ›Die Stolzen und Hochmütigen weist Gott von sich, aber den Demütigen schenkt er Gnade.‹ (Sprüche 3,34) 7 Unterstellt euch Gott im Gehorsam …« (Jakobus 4,1-7).

Dazu einige Gedanken von Joachim Schott nach einem Artikel von Dan Allender:

»Warum streiten wir im Leib Christi über verschiedene Formen und Traditionen? Geht es wirklich um diesen oder jenen Standpunkt? Um Musikstile oder die Rollen der Frauen in der Kirche? Nein, darum geht es nicht.« (Allender, Zeitschrift "Aufatmen", Nr. 4/2003). Alle großen und kleinen Auseinandersetzungen sind also darauf zurückzuführen, dass wir nach allem anderen verlangen, nur nicht nach Gott. Genauso charakterisiert Jesus in der Bergpredigt das Wesen der Sünde. »Aber wir bitten Gott doch«, könnte man auf Vers 2 antworten. Wir beten in Kreisen und allein. Doch auch hier keine Wende. Die gleiche Gefahr im frommen Gewand. Vers 3 weist deutlich darauf hin. Deshalb haben wir Konflikte und Streit, weil wir Gott um etwas bitten, was falsch ist. Wir bekommen es nicht, weil wir aus falschen Motiven bitten. Wenn wir nicht bekommen, was wir begehren, werden wir zornig und verbittert, wir streiten, hassen, töten. Über Vers 4 bin ich dann richtig erschrocken! In der wörtlichen Übersetzung heißt es »Ihr Ehebrecher!« Ja, Gott setzt diese unsere Lebensart dem Ehebruch gleich und ist deswegen sehr eifersüchtig (Vers 5). Jedes Lüstern – nach was auch immer – wertet Gott als Ehebruch. Jeden Zorn nennt ER Mord! Doch dann kommt die große Wende. Eine Wende, die auch in mir, in dir, in unserer Gemeinde möglich ist. Eine Wende, nach der sich Gott sehnt! Die Verse 6 und 7 sagen ganz deutlich, was zu tun ist. Ich glaube, es ist an der Zeit, einander zu bekennen, dass wir die schlimmsten Sünder – Mörder und Ehebrecher – sind. Es ist Zeit, uns Gott im Gehorsam neu zu unterstellen. Auch dann wird es noch Meinungsverschiedenheiten geben. Wir werden immer noch – fair! – miteinander streiten, wie wir Kirche gestalten. Aber wir sollten uns zugleich gegenseitig schätzen, lieben, herzlich miteinander freuen und ganz ausgelassen Gemeinschaft haben können. Denn – so verschieden wir sind – haben wir alle eine Einladung zu derselben Feier. Als verlorene Söhne und Töchter werden wir erneuert und dürfen mit Gott feiern.

Die Internetseite unserer Kirchgemeinden

Wir, die Kirchvorsteher der Kirchgemeinden Hartmannsdorf-Giegengrün und Bärenwalde-Lichtenau gemeinsam mit Pfarrer Gottfried Wachsmuth, möchten Sie auf unseren Internetseiten herzlich willkommen heißen.

Was gibt es hier zu sehen?

In erster Linie möchten wir Sie mit allen aktuellen Informationen rund um Ereignisse versorgen, die in unseren Gemeinden stattfinden und für unsere Mitglieder und Gäste von Interesse sind (wie zum Beispiel dieser Artikel). Rechts daneben finden Sie das Schnellzugriffsmenü, mit dem Sie sich durch unser Angebot bewegen können. Ganz auf der rechten Seite finden Sie eine Kurzübersicht über die Veranstaltungen der laufenden Woche.

Die Bilderreihe am oberen Rand steht für Bibelworte, die die Inhalte des christlichen Glaubens versinnbildlichen sollen.

In der mittleren Zeile können Sie schnell zwischen den Schwestergemeinden wechseln, indem Sie einfach auf den entsprechenden Ortsnamen klicken. Gemeinde-spezifische Inhalte werden dadurch entsprechend angezeigt oder ausgeblendet.

Was wird in der Zukunft hinzukommen?

Wir möchten in loser Folge Andachten und Predigtmanuskripte hier veröffentlichen. Das erfordert einigen redaktionellen Aufwand, und natürlich sind wir für Mitwirkung jederzeit offen und dankbar. Besonders die Mitarbeiter und Verantwortlichen in den kirchlichen Kreisen können und sollten sich hier mit einbringen.

Wer ist für alles zuständig, wen kann ich ansprechen?

In erster Linie sind das die Kirchenvorstände beider Gemeinden und Pfarrer Gottfried Wachsmuth. Natürlich können Sie sich auch gern an die Kanzleien in Hartmannsdorf und Bärenwalde wenden. Wenn es technische Fragen oder Hinweise zur Gestaltung insgesamt gibt, sind Willy und Joachim Schott aus Bärenwalde für jede Kritik offen. Für inhaltliche Fragen und Hinweise zu bestimmten veröffentlichten Artikeln ist jeweils die Mailadresse des Verfassers angegeben. Bei Fragen, Änderungen oder Ergänzungen zu den einzelnen Terminen können Sie sich an Herbert Schott wenden.

Sehr herzlich grüßt Sie, auch im Namen der Kirchenvorsteher und Mitarbeiter, Ihr Pfarrer Gottfried Wachsmuth.

10 Minuten | Die Rettungsstation

SturmAn einer gefährlichen Küste befand sich vor Zeiten eine kleine armselige Hütte – eine Rettungsstation. Zu ihr gehörte nur ein einziges Boot, aber die Hand voll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen. So wurden viele Menschen gerettet und die Rettungsstation war bald überall bekannt. Viele der Geretteten und andere Leute aus der Umgebung waren gerne bereit, Zeit, Geld und Energie zu opfern, um die Rettungsstation zu unterstützen. Man kaufte neue Boote und schulte neue Mannschaften. Die kleine Station wuchs und gedieh. Vielen Gönnern jedoch gefiel das ärmlich und schlecht ausgerüstete Gebäude nicht mehr.

Die Geretteten benötigten doch einen etwas komfortableren Ort als erste Zuflucht. Deshalb wurden die provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten ersetzt und das erweiterte Gebäude mit besserem Mobiliar ausgestattet. Doch damit erfreute sich die Rettungsstation bei den Männern zunehmender Beliebtheit als Aufenthaltsort.

Sie richteten sich die Hütte noch gemütlicher ein, da sie ihnen nun als eine Art Clubhaus diente. Immer weniger Freiwillige waren bereit, mit auf Bergungsfahrt zu gehen. Also heuerte man für die Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes. Etwa zu dieser Zeit scheiterte vor der Küste ein großes Schiff und die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen frierender, durchnässter und halb ertrunkener Menschen zurück.

Schiff im Sturm In dem schönen Clubhaus herrschte das Chaos. Das Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses gründlich säubern könne. Bei der nächsten Versammlung gab es eine Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die einen wollten den Rettungsdienst einstellen, da er unangenehm und dem normalen Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten de Standpunkt, dass Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich ja schließlich auch als „Lebensrettungsstation“ bezeichne. Sie wurden schnell überstimmt. Man ließ sie wissen, dass sie, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen schiffbrüchigen Typen so wichtig sei, ja woanders ihre eigene Rettungsstation aufmachen könnten. Das taten sie dann auch. –

Die Jahre gingen dahin und die neue Station wandelte sich genauso wie die erste. Sie wurde zu einem Clubhaus, und so kam es zur Gründung gar einer dritten Rettungsstation.

Wenn man heute die Küste besucht, findet man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exklusiver Clubs. Immer noch wird die Küste vielen Schiffen zum Verhängnis, nur – die meisten Schiffbrüchigen ertrinken.

(Aus: Kalender „Über das Leben 2003“, Kawohl-Verlag 46485 Wesel)

Lassen wir uns durch diese Geschichte an unsere vorrangige Aufgabe erinnern, Rettungsstation für Schiffbrüchige zu sein, verlorene Menschen mit dem Retter Jesus in Kontakt zu bringen.